Wahre Liebe — Bremer Fans versuchen Zuculinis Herz zu erobern

For­tuna Köln, sei­nes Zei­chens NRW-​​Ligist, hat über die Platt­form dein​fuss​ball​club​.de (DFC), über die auch die Kon­text­schmiede  berich­tete, vor gut einem Jahr für deutsch­land­weite Auf­merk­sam­keit gesorgt. Unter dem Motto »Manage ein ech­tes Fuß­ball­team!« neh­men der­zeit bei­nahe 11000 User mit pro­mi­nen­ter Unter­stüt­zung durch Sönke Wort­mann und Jens Nowotny Ein­fluss auf diverse Ent­schei­dun­gen rund um Mann­schaft und Ver­ein. Neben all­täg­li­chen Din­gen, wie der Mann­schafts­auf­stel­lung, steht zur Zeit bei­spiels­weise eine Abstim­mung über einen Antrag für die Lizenz zur Regionalliga-​​Saison 2010/​11 auf der Agenda der Teilnehmer.

Etwas sub­ti­ler wer­den Fans des SV Wer­der Bre­men im DFB-​​Pokal-​​Viertelfinale gegen 1899 Hof­fen­heim (Diens­tag, 09.02.2010, ab 20:15 live in der ARD) ver­su­chen, die Geschi­cke ihres Ver­eins zu beein­flus­sen: […] → zu Ende lesen

Wie Elisabeth Wienbeck ihr Herz an Afghanistan verlor

Die Würde der Men­schen in Afgha­nis­tan wird auch in Deutsch­land von Men­schen wie Eli­sa­beth Wien­beck gestützt und getra­gen. Recht auf Bil­dung, Recht auf Gesund­heit, letzt­end­lich Recht auf Leben wird für die afgha­ni­sche Bevöl­ke­rung nicht mit der Waffe in der Hand und nicht von Angst hin­ter Pan­zer­glas gewähr­leis­tet, son­dern mit Hilfe jener Men­schen ver­wirk­licht, die sich von ihrem Gewis­sen und ihrer Neu­gier lei­ten las­sen. Von die­sen stil­len Hel­den berich­tet Mak­sim Hartwig.

Düs­sel­dorf im Win­ter 2010. Hin­ter dem Bota­ni­schen Gar­ten der Heinrich-​​Heine-​​Universität steht ein Rei­hen­haus. Am Haus­ein­gang ist ein Namens­schild ange­bracht: »Wien­beck«. Alles, was ich hin­ter die­ser Tür erfah­ren werde, liegt fern von die­sem Ort. Afgha­nis­tan ist weit weg, und den­noch fand das Land einen Platz im Her­zen des Men­schen, der mir mit einem ruhi­gen und freund­li­chen Lächeln die Tür öffnet. Das Leben von Eli­sa­beth Wien­beck ist unzer­trenn­lich mit Afgha­nis­tan und sei­nen Men­schen ver­bun­den. »Das Afghanistan-​​Virus hat mich erwischt«, erklärt sie und im glei­chen Atem­zug: »Man wird unwei­ger­lich davon befal­len, wenn man ein­mal in das Land gereist ist und dort Men­schen ken­nen gelernt hat.« Ich will ver­su­chen, die­ses »Virus« zu ver­ste­hen… […] → zu Ende lesen

Zwischen Stammtisch und Bürokratie 2.0: Die Piratenpartei

In den Nach­rich­ten wer­den wei­ter­hin The­men rund um das Netz, infor­ma­tio­nelle Selbst­be­stim­mung und Daten­si­cher­heit prä­sen­tiert. Ein wenig aus dem Fokus der Öffent­lich­keit gerutscht ist dabei aber jene Bewe­gung, die sich diese The­men auf die Fah­nen geschrie­ben und zur poli­ti­schen Agenda gemacht hat. Was macht eigent­lich die Pira­ten­par­tei, wenn sie nicht gerade Flashmobs orga­ni­siert, die Auf­merk­sam­keit für die Bedro­hung von Frei­heits­rech­ten wecken?

Ich weiß noch, wie nach den Bun­des­tags­wah­len die Par­tei selbst Thema war. Wie sie mit den Anfän­gen der Grü­nen, der SPD und der FDP ver­gli­chen, und teil­weise als deren Neu­er­fin­dung kon­stru­iert wurde. Die Frage nach dem »was nun?« trieb die Beob­ach­ter und Kom­men­ta­to­ren um. Ange­sichts des beacht­li­chen und über­ra­schen­den Erfolgs, als neue poli­ti­sche Kraft gleich zwei Pro­zent­punkte zu ergat­tern und die eigene Agenda den grö­ße­ren Par­teien auf­zu­drän­gen, war diese Frage sicher­lich berechtigt.

Und sie ist es auch heute noch. Wie begeg­net die junge Par­tei ihrer ers­ten Land­tags­wahl nach dem Hype? Öffnet sich die Par­tei, der vor­ge­wor­fen wurde, mono­the­ma­tisch und des­we­gen als poli­ti­sche Platt­form unzu­läng­lich zu sein, wei­te­ren gesell­schaft­li­chen Strö­mun­gen? Ich möchte her­aus­fin­den, wie viel »Par­tei« in der gesell­schaft­li­chen Bewe­gung der Neti­zens steckt, und wie viele ver­schie­dene Teile der Gesell­schaft in der Par­tei mitt­ler­weile eine Stimme gefun­den haben. Des­we­gen bin ich zu einem Stamm­tisch der Pira­ten in Düs­sel­dorf gegan­gen. […] → zu Ende lesen

Ungewisse Zukunft

Die Aus­tra­lian Open sind das Grand Slam-​​Turnier mit den meis­ten Über­ra­schun­gen. In down under stand ein­mal sogar ein gewis­ser Rai­ner Schütt­ler im End­spiel. Die dies­jäh­rige Auf­lage schreibt aller­dings ihre eige­nen Geschich­ten und hatte bis­lang, bis auf das Aus­schei­den der amtie­ren­den US Open-​​Champions Kim Clijs­ters und Juan Mar­tin del Potro, wenig Sen­sa­tio­nel­les zu bie­ten. Auch der Sieg von Andy Mur­ray im Vier­tel­fi­nale nach Rafael Nadals Auf­gabe gehört nicht in diese Kate­go­rie. Das tra­gi­sche Aus­schei­den des Titel­ver­tei­di­gers wird den­noch in Erin­ne­rung bleiben.

Ver­let­zungs­pause, drit­ter Satz. Schmerz­ver­zehrt wen­det sich Rafael Nadal von sei­nem rech­ten Knie und den hel­fen­den Hän­den des Phy­sio­the­ra­peu­ten ab. Nadal schaut sor­gen­voll in den Mel­bour­ner Nacht­him­mel und der Ein­druck ent­steht, als müsse das spa­ni­sche Kraft­pa­cket die Trä­nen zurück­hal­ten. Der Titel­ver­tei­di­ger der Aus­tra­lian Open kehrt zwar noch ein­mal auf den Platz zurück, nur wenige Minu­ten spä­ter ist es jedoch trau­rige Gewiss­heit. Rafael Nadal muss seine Vier­tel­fi­nal­be­geg­nung gegen den Bri­ten Andy Mur­ray auf­ge­ben. […] → zu Ende lesen

Comeback im Kreis der Favoriten

Drei Tage sind die Aus­tra­lian Open 2010 nun bereits alt. Für hoch­klas­si­ges Ten­nis garan­tier­ten bis­lang die Top-​​Spieler und Spie­le­rin­nen beim ers­ten Grand Slam-​​Event der jun­gen Sai­son. So kämpf­ten US-​​Open-​​Champion Juan Mar­tin del Potro und James Blake fast fünf Stun­den um den Ein­zug in die dritte Runde — mit dem bes­se­ren Ende für den Argen­ti­nier, der 10:8 im ent­schei­den­den Durch­gang tri­um­phierte. In Folge eins der Aus­tra­lian Open-​​Serie nimmt die Kon­text­schmiede ein Match in den Blick, zu dem es unge­wöhn­lich früh im Tur­nier­ver­lauf kam. Jus­tine Henin und Jelena Dement­jewa begeis­ter­ten dabei 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena. […] → zu Ende lesen

»Niemand ist objektiv« — Interview mit Sabine Schiffer

Portrait Dr. Sabine SchifferFoto: Susanne Gab­ler. Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung von Sabine Schiffer

Dr. Sabine Schif­fer ist Grün­de­rin und Vor­sit­zende des Insti­tu­tes für Medi­en­ver­ant­wor­tung. Sie pro­mo­vierte über die Islam­dar­stel­lung in den Medien und for­mu­liert zu die­sem The­men­kom­plex Posi­tio­nen, die durch­aus das Prä­di­kat kon­tro­vers ver­die­nen. Zumin­dest die­nen ihre The­sen immer wie­der als Pro­jek­ti­ons­fo­lie für wüten­den Wider­spruch, zum Bei­spiel den des Kolum­nis­ten Hen­ryk M. Bro­ders. Wegen einer Aus­sage in einem Inter­view zum Mord an Marwa El-​​Sherbini, in dem Sie einen »sicher­lich ras­sis­ti­schen« Hin­ter­grund des Poli­zis­ten­fehl­schus­ses in dem tra­gi­schen Ereig­nis ver­mu­tete, wurde ihr ein Straf­be­fehl des Amts­ge­rich­tes Erlan­gen zuge­stellt. Ein in den Gerichts­saal stür­men­der Poli­zist schoss damals auf den Ehe­mann El-​​Sherbinis, wäh­rend die­ser mit dem Angrei­fer rang.

Frau Schif­fer erklärte sich bereit, trotz des lau­fen­den Ver­fah­rens einige Fra­gen per Mail zu beant­wor­ten, nach­dem Sie bereits einen ande­ren Arti­kel der Kon­text­schmiede kom­men­tiert hatte. Wir haben uns dar­auf geei­nigt, das Inter­view unge­kürzt im Wort­laut zu ver­öf­fent­li­chen. […] → zu Ende lesen



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