Musik als Folterinstument. Interview mit Christian Grüny

Mensch­li­che Grau­sam­keit hat viele Gesich­ter. Eine beson­ders per­fide Methode der Fol­ter ist es, Musik als Werk­zeug ein­zu­set­zen. Etwas all­täg­li­ches und all­ge­gen­wär­ti­ges wird zur Zer­stö­rung der mensch­li­chen Würde und Ver­stüm­me­lung der Psy­che ein­ge­setzt. Musik ist ein Teil des Lebens, der aus unse­rer Kul­tur nicht weg­zu­den­ken ist. Als Fol­ter­in­stru­ment miss­braucht, wirkt sie mög­li­cher­weise bis ans Lebens­ende nach.

Portrait Christian GrünyDie Opfer begeg­nen dem Werk­zeug ihrer Fol­ter auch in Frei­heit stets aufs neue. Wie wirkt sich Fol­ter mit Musik auf die mensch­li­che Psy­che aus? Eine Frage, die in der Wis­sen­schaft zuneh­mend dis­ku­tiert wird und aus­ge­hend von den Ereig­nis­sen in Guan­tá­namo und Berich­ten aus dem Irak­krieg auch die Öffent­lich­keit inter­es­siert. Chris­tian Grüny, Juni­or­pro­fes­sor für Kul­tur­re­fle­xion an der Uni­ver­si­tät Witten/​Herdecke, forscht seit meh­re­ren Jah­ren zum Thema Schmerz und beschäf­tigt sich in der letz­ten Zeit ver­mehrt mit Musik als Fol­ter­in­stru­ment. Kontextschmiede-​​Autor Mak­sim Hart­wig ver­sucht im Inter­view, die Mecha­nis­men der Fol­te­rung durch Melo­dien näher zu ergrün­den.
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