Von alten Medien lernen
Im ersten Teil dieser Reihe um Kompetenz in alten und neuen Medien haben wir die Grundannahme vorgestellt, dass Medien von ihren Nutzern geformt werden. Außerdem haben wir uns mit einigen Besonderheiten des Mediums Distributionskanals Internet beschäftigt. Heute wollen wir uns zum Ausgleich mit alten Medien beschäftigen und mit den Lehren, die wir für den Umgang mit neuen Medien daraus ziehen können. Denn auch wenn es konzeptionelle Unterschiede zwischen verschiedenen Medientypen gibt, darf man darüber deren Gemeinsamkeiten nicht vergessen: Es geht weniger darum, was ein Medium oder eine Technologie konzeptionell erlauben, als vielmehr darum, welche Konventionen sich für die Nutzung ergeben.
Alte Medien haben einen Reifungsprozess hinter sich, den wir als Erfahrungsschatz nicht vernachlässigen können. Viele der Konventionen übernehmen wir schließlich, ohne sie zu hinterfragen. Wir lesen auch im Internet von links nach rechts, wir benutzen Überschriften und Absätze, um Themen einzuführen und zu gruppieren. Wir klicken auf Pixel, die wie die Piktogramme auf unseren Kassettenrekordern aussehen, wenn wir ein Video starten wollen. All die Gewohnheiten, die wir im Umgang mit anderen Medien erworben haben, begegnen uns in neuen Medien wieder. […] → zu Ende lesen






