Mal was Gutes tun

Im Win­ter kön­nen wir uns regel­mä­ßig vor Spen­den­auf­ru­fen kaum ret­ten. Ange­sichts des über­bor­den­den Elends in der Welt und der gleich­zei­ti­gen Kom­mer­zia­li­sie­rung von Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen mag sich man­cher in Zynis­mus flüch­ten. Ich möchte mich an die­ser Stelle gegen den Zynis­mus aus­spre­chen und anmer­ken, dass bei mitt­ler­weile 7 Mil­li­ar­den Men­schen mehr denn je Soli­da­ri­tät und Empa­thie die ent­schei­den­den Wäh­run­gen der gegen­sei­ti­gen Unter­stüt­zung sind. Wir alle kön­nen ein­an­der auf die ein oder andere Weise helfen.

Ich habe für mich ein paar Pro­jekte ent­deckt, in denen ich mit mei­nem beschei­de­nen Bei­trag etwas aus­rich­ten kann. Jeder muss da sei­nen eige­nen Weg fin­den. Bei einem die­ser Pro­jekte, für die UNESCO Stif­tung Bil­dung für Kin­der in Not, habe ich kürz­lich inhalt­li­che Schüt­zen­hilfe geleis­tet. Die Arbeit habe ich als Video auf­be­rei­tet, damit ich die ent­hal­tene Bot­schaft wei­ter ver­brei­ten kann. Ich hoffe, ich kann damit mei­nem Publi­kum ein wenig Mut machen. Es lohnt sich, zu hel­fen, egal, was Ihr kon­kret in Angriff nehmt. Gemein­sam kön­nen wir viel bewe­gen. Also los, packen wir’s an!

Was ist eigentlich »kulturelle Identität?«

Die Inte­gra­ti­ons­de­batte in Deutsch­land tritt auf der Stelle. Nun ist Inte­gra­tion auch kein ein­fa­ches Thema. Nicht, weil die damit ver­bun­de­nen gesell­schaft­li­chen Pro­bleme so kom­plex wären. Sie sind nicht kom­pli­zier­ter als die meis­ten ande­ren gesell­schaft­li­chen Pro­bleme. Kom­pli­ziert ist heut­zu­tage schein­bar jedes Pro­blem und befrie­di­gende Lösun­gen sind ohne­hin nicht die Stärke des poli­ti­schen Betrie­bes. Trotz­dem fin­den in den ande­ren Debat­ten die betrof­fe­nen Teil­neh­mer der Gesell­schaft statt, selbst wenn sie nur wüten­den Pro­test bei­tra­gen kön­nen. Die von der Inte­gra­ti­ons­de­batte betrof­fe­nen Mit­glie­der fin­den in der Debatte um ihre urei­ge­nen Inter­es­sen aber nicht statt.

Die Inte­gra­ti­ons­de­batte tritt auf der Stelle, weil die Bewer­tung die­ser Pro­bleme so fun­da­men­tal mit den per­sön­li­chen Vor­stel­lun­gen von Kul­tur ver­knüpft ist, dass sich die meis­ten Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer einer kri­ti­schen Über­prü­fung die­ser Vor­stel­lung ver­wei­gern — das würde näm­lich einer kri­ti­schen Über­prü­fung des eige­nen Iden­ti­täts­ent­wurfs erschre­ckend nahe kom­men. Und wer hin­ter­fragt seine Über­zeu­gun­gen schon gern? Die von der Inte­gra­ti­ons­de­batte betrof­fe­nen Men­schen sind jeden­falls nicht irgend­wel­che Aus­län­der. Die Men­schen, um die es in die­ser Debatte eigent­lich geht, sind wir. Es sind wir alle, die wir Mit­glie­der die­ser Gesell­schaft sind. […] → zu Ende lesen

Das Werkzeug ist nicht das Medium

Der Begriff »Medium« wird in vie­len ver­schie­de­nen Bedeu­tun­gen gebraucht. Nicht sel­ten kommt es dabei zu Miß­ver­ständ­nis­sen und fehl­ge­lei­te­ten Annah­men über das Wesen von Kom­mu­ni­ka­tion. Spe­zi­ell die Ver­ein­nah­mung der Begriffe »Medien« und »Kom­mu­ni­ka­tion« durch Publi­zis­tik und PR trübt den Blick dar­auf, wie Bedeu­tung zwi­schen Men­schen über­tra­gen wird, wenn es nicht gerade darum geht, Inhalte oder das Image eines Unter­neh­mens zu verkaufen.

Wenn wir uns nur Epiphä­no­mene der Kom­mu­ni­ka­tion anse­hen, weil wir zu sehr dar­auf fokus­siert sind, wel­che Akteure sich im gesell­schaft­li­chen Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess posi­tio­nie­ren, ver­ste­hen wir nie die zugrunde lie­gen­den Wirk­me­cha­nis­men und gelan­gen schnell zu fal­schen Ver­all­ge­mei­ne­run­gen. Der Dis­kurs über neue Medien ist selbst ein gutes Bei­spiel dafür, wie Dis­tri­bu­ti­ons­ka­näle und Medium in einen Topf gewor­fen wer­den. […] → zu Ende lesen

Manifest eines Fußballpuristen

Respek­tiere das Spiel. Es beginnt und endet auf dem Platz. Alles andere ist Nebensache.

Lerne das Spiel lesen, nicht die Ergebnisse.

Widme deine Lei­den­schaft dem Spiel, nicht der see­len­lo­sen Hülle des Events.

Teile deine Lei­den­schaft mit anderen.

Was ist eigentlich »Liquid Democracy?«

Die Men­schen in Deutsch­land dis­ku­tie­ren wie­der über Poli­tik und Demo­kra­tie. Darf es etwas mehr Bür­ger­be­tei­li­gung sein? Wie ver­tra­gen sich direkt­de­mo­kra­ti­sche Ansätze mit einer moder­nen, plu­ra­lis­ti­schen Gesell­schaft?  Sol­che und andere Fra­gen erge­ben sich schnell in den Dis­kus­sio­nen über Bür­ger­ent­scheide im euro­päi­schen Umfeld und in den Bun­des­län­dern. Bür­ger bestim­men selbst, mit wel­chen Gesell­schafts­schich­ten ihre Kin­der mög­lichst kurz­fris­ti­gen Kon­takt haben sol­len oder wie tole­rant sie im Umgang mit gesund­heits­schäd­li­chen Las­tern sein wollen.

Nach und nach ver­brei­tet sich außer­dem die Erkennt­nis, dass sich unsere  poli­ti­sche Gesell­schaft zwar stets in klei­nen Schrit­ten, aber doch maß­geb­lich ver­än­dert hat. Frau Mer­kel kon­sta­tierte in einem Inter­view die Frag­men­tie­rung der Öffent­lich­keit:

Es gibt nicht mehr nur eine Öffent­lich­keit, son­dern viele Öffent­lich­kei­ten, die ganz ver­schie­den ange­spro­chen wer­den müs­sen. […] → zu Ende lesen

WM-​​Taktikbericht: Ein Zwischenfazit

Zur WM habe ich mich auf tak­ti­sche Vari­an­ten gefreut und auf Inno­va­tio­nen durch Exo­ten gehofft. Anders als es die fast durch­weg nega­ti­ven Bewer­tun­gen der Vor­runde durch die Sport­be­richt­er­stat­tung erwar­ten lie­ßen, bin ich nicht ent­täuscht: Eine For­ma­tion ent­wi­ckelt sich spä­tes­tens mit die­sem Tur­nier vom Trend zum Stan­dard, wor­auf­hin neue For­ma­tio­nen erst rich­tig span­nend wer­den — und ein paar die­ser Ver­su­che, dem Stan­dard ein Schnipp­chen zu schla­gen waren gera­dezu spek­ta­ku­lär. […] → zu Ende lesen



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    Die Kon­text­schmiede ist eine Platt­form für junge Auto­ren, auf der ein brei­tes Spek­trum von gesell­schaft­lich rele­van­ten The­men abge­deckt wird. Die Bei­träge sol­len Zusam­men­hänge, Hin­ter­gründe und Ana­ly­sen bie­ten und Inhalte stets in einen Kon­text ein­bet­ten, der neue Per­spek­ti­ven eröffnet.

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