Zwischen Stammtisch und Bürokratie 2.0: Die Piratenpartei
In den Nachrichten werden weiterhin Themen rund um das Netz, informationelle Selbstbestimmung und Datensicherheit präsentiert. Ein wenig aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerutscht ist dabei aber jene Bewegung, die sich diese Themen auf die Fahnen geschrieben und zur politischen Agenda gemacht hat. Was macht eigentlich die Piratenpartei, wenn sie nicht gerade Flashmobs organisiert, die Aufmerksamkeit für die Bedrohung von Freiheitsrechten wecken?
Ich weiß noch, wie nach den Bundestagswahlen die Partei selbst Thema war. Wie sie mit den Anfängen der Grünen, der SPD und der FDP verglichen, und teilweise als deren Neuerfindung konstruiert wurde. Die Frage nach dem »was nun?« trieb die Beobachter und Kommentatoren um. Angesichts des beachtlichen und überraschenden Erfolgs, als neue politische Kraft gleich zwei Prozentpunkte zu ergattern und die eigene Agenda den größeren Parteien aufzudrängen, war diese Frage sicherlich berechtigt.
Und sie ist es auch heute noch. Wie begegnet die junge Partei ihrer ersten Landtagswahl nach dem Hype? Öffnet sich die Partei, der vorgeworfen wurde, monothematisch und deswegen als politische Plattform unzulänglich zu sein, weiteren gesellschaftlichen Strömungen? Ich möchte herausfinden, wie viel »Partei« in der gesellschaftlichen Bewegung der Netizens steckt, und wie viele verschiedene Teile der Gesellschaft in der Partei mittlerweile eine Stimme gefunden haben. Deswegen bin ich zu einem Stammtisch der Piraten in Düsseldorf gegangen. […] → zu Ende lesen







