Ungewisse Zukunft

Die Aus­tra­lian Open sind das Grand Slam-​​Turnier mit den meis­ten Über­ra­schun­gen. In down under stand ein­mal sogar ein gewis­ser Rai­ner Schütt­ler im End­spiel. Die dies­jäh­rige Auf­lage schreibt aller­dings ihre eige­nen Geschich­ten und hatte bis­lang, bis auf das Aus­schei­den der amtie­ren­den US Open-​​Champions Kim Clijs­ters und Juan Mar­tin del Potro, wenig Sen­sa­tio­nel­les zu bie­ten. Auch der Sieg von Andy Mur­ray im Vier­tel­fi­nale nach Rafael Nadals Auf­gabe gehört nicht in diese Kate­go­rie. Das tra­gi­sche Aus­schei­den des Titel­ver­tei­di­gers wird den­noch in Erin­ne­rung bleiben.

Ver­let­zungs­pause, drit­ter Satz. Schmerz­ver­zehrt wen­det sich Rafael Nadal von sei­nem rech­ten Knie und den hel­fen­den Hän­den des Phy­sio­the­ra­peu­ten ab. Nadal schaut sor­gen­voll in den Mel­bour­ner Nacht­him­mel und der Ein­druck ent­steht, als müsse das spa­ni­sche Kraft­pa­cket die Trä­nen zurück­hal­ten. Der Titel­ver­tei­di­ger der Aus­tra­lian Open kehrt zwar noch ein­mal auf den Platz zurück, nur wenige Minu­ten spä­ter ist es jedoch trau­rige Gewiss­heit. Rafael Nadal muss seine Vier­tel­fi­nal­be­geg­nung gegen den Bri­ten Andy Mur­ray auf­ge­ben. […] → zu Ende lesen

Comeback im Kreis der Favoriten

Drei Tage sind die Aus­tra­lian Open 2010 nun bereits alt. Für hoch­klas­si­ges Ten­nis garan­tier­ten bis­lang die Top-​​Spieler und Spie­le­rin­nen beim ers­ten Grand Slam-​​Event der jun­gen Sai­son. So kämpf­ten US-​​Open-​​Champion Juan Mar­tin del Potro und James Blake fast fünf Stun­den um den Ein­zug in die dritte Runde — mit dem bes­se­ren Ende für den Argen­ti­nier, der 10:8 im ent­schei­den­den Durch­gang tri­um­phierte. In Folge eins der Aus­tra­lian Open-​​Serie nimmt die Kon­text­schmiede ein Match in den Blick, zu dem es unge­wöhn­lich früh im Tur­nier­ver­lauf kam. Jus­tine Henin und Jelena Dement­jewa begeis­ter­ten dabei 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena. […] → zu Ende lesen

Turnier ohne Gesicht

Das deut­sche Ten­nis ist nur noch zweit­klas­sig. Sport­lich sind die gol­de­nen Boom-​​Zeiten seit zehn Jah­ren vor­bei, auch wenn sich Tommy Haas im Spät­herbst sei­ner Kar­riere in man­chen Momen­ten im drit­ten Früh­ling wähnt. Nun hat es zudem end­gül­tig die natio­nale Tur­nier­land­schaft getrof­fen. Nach lan­gen Jah­ren mit rosi­gem Masters-​​Status am Ham­bur­ger Rothen­baum sind die seit Sams­tag lau­fen­den Ger­man Open nur noch ein Tur­nier unter vie­len.

Tennisspieler mit Schläger vor GesichtDem größ­ten deut­schen Ten­nis­tur­nier am Ham­bur­ger Rothen­baum fehlt ein Gesicht
Nur noch halb so viele Welt­rang­lis­ten­punkte sind nach der Abwer­tung des Tur­niers zum Top500-​​Event zu ergat­tern. Aber auch ohne die Stars der Szene, die erwar­tungs­ge­mäß nicht am Start sind, haben die Ver­an­stal­ter um Tur­nier­di­rek­tor Michael Stich ein ansehn­li­ches Teil­neh­mer­feld zusam­men­ge­stellt. Ein Gesicht, das in der Öffent­lich­keit den Ver­mark­tungs­wert des größ­ten deut­schen Her­ren­tur­niers stei­gern könnte, fehlt jedoch völ­lig. Die top­ge­setz­ten Gil­les Simon und Niko­lay Davy­denko gehö­ren zu den blas­se­ren Akteu­ren auf der Tour. Sta­nis­las Wawrinka, Tommy Rob­redo und David Fer­rer spie­len an guten Tagen sicher­lich beein­dru­cken­des Ten­nis, sind aller­dings von den Aus­hän­ge­schil­dern weit ent­fernt. Das trifft auch auf Robin Söder­ling zu, jedoch umweht den Schwe­den immer­hin noch immer die Aura sei­nes Paris-​​Sieges über Rafael Nadal.

Die Tennis-​​Blog-​​Gemeinschaft hatte es bereits ver­mu­tet: Drei Spie­ler, die etwas mehr Show und Aus­strah­lung zu bie­ten hät­ten, sag­ten kurz vor Beginn des Tur­niers ab. Der spa­ni­sche Davis-​​Cup-​​Held Fer­nando Ver­dasco weilte noch kurz in der Han­se­stadt, um sei­nen ver­let­zungs­be­ding­ten Ver­zicht zu erklä­ren, reiste aber schon bald wie­der gen son­nige Hei­mat. Auch Gaël Mon­fils, des­sen spek­ta­ku­lär kraft­volle Spiel­an­lage alleine für Schlag­zei­len garan­tiert hätte, und Tomáš Ber­dych schla­gen nicht am Rothen­baum auf. […] → zu Ende lesen

Der »Fed-​​Express« — mit Volldampf in die Geschichtsbücher

Karikatur Federer als Expresszug

The Championships: Finale ohne königlichen Besuch?

Der bri­ti­sche Traum ist geplatzt. Queen Eli­sa­beth wird wohl kaum zum Wimbledon-​​Finale in den „All Eng­land Lawn Ten­nis and Cro­quet Club“ kom­men. Andy Mur­ray, lokale Tennis-​​Hoffnung auf dem „hei­li­gen Rasen“, musste sich im Halb­fi­nale Andy Rod­dick in vier Sät­zen geschla­gen geben. Damit ver­passte der Schotte die Chance, als ers­ter Brite seit Henry Aus­tin 1938 ins End­spiel des wich­tigs­ten Major-​​Events der Sai­son ein­zu­zie­hen. Zuvor wurde wild spe­ku­liert, ob die Queen zum ers­ten Mal seit 32 Jah­ren die Anlage an der Church Road beeh­ren wolle. Zumin­dest waren noch keine öffent­li­chen Ter­mine für den Final­sonn­tag ange­setzt, ver­kün­dete das Königshaus.

Ein Duell zwi­schen dem US-​​Amerikaner Rod­dick und dem Schwei­zer Tour-​​Dominator Roger Fede­rer wird sich Eli­sa­beth II. aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht anschauen. Die Zuschauer im Lon­do­ner Bezirk SW19 dür­fen sich auch ohne ihren Lieb­ling Andy Mur­ray auf spek­ta­ku­lä­res Ten­nis freuen. Ob die Par­tie die nötige Span­nung für ein epo­cha­les End­spiel lie­fern kann, ist aller­dings frag­lich.
[…] → zu Ende lesen

The Championships — Viertelfinalgeschichten

Die vier Halb­fi­na­lis­ten der Her­ren­kon­kur­renz in Wim­ble­don ste­hen fest. Inter­es­sante Begeg­nun­gen sahen die Zuschauer im „All Eng­land Lawn Ten­nis and Cro­quet Club“ in der Runde der letz­ten Acht. Die Kon­text­schmiede erzählt die Vier­tel­fi­nal­ge­schich­ten des wich­tigs­ten Tennis-​​Turnieres des Jah­res. Mit dabei ein Deut­scher Rou­ti­nier, ein Schwei­zer Domi­na­tor, ein US-​​Amerikanischer „Hau-​​Drauf“ und ein Bri­ti­scher Lokalmatador.

Aus deut­scher Sicht die Top-​​Nachricht vorne weg. Tommy Haas bezwang zum zwei­ten Mal in die­ser Rasen­sai­son die ser­bi­sche Num­mer vier der Welt­rang­liste Novak Djo­ko­vić. Bei­nahe zwei Sätze spielte Haas dabei auf Top-​​Niveau und leis­tete sich erst im Tie-​​Break des zwei­ten Durch­gan­ges den ers­ten klei­nen Hän­ger, der bis zum vier­ten Satz dau­ern sollte. Nach 2:44 Stun­den musste Djo­ko­vić jedoch die spie­le­ri­sche Über­le­gen­heit des 31-​​Jährigen aner­ken­nen. Haas ist somit nach Boris Becker, Michael Stich und Rai­ner Schütt­ler der vierte Deut­sche in der open era, der es bis ins Halb­fi­nale in Wim­ble­don geschafft hat. […] → zu Ende lesen



  • Über uns

    Die Kon­text­schmiede ist eine Platt­form für junge Auto­ren, auf der ein brei­tes Spek­trum von gesell­schaft­lich rele­van­ten The­men abge­deckt wird. Die Bei­träge sol­len Zusam­men­hänge, Hin­ter­gründe und Ana­ly­sen bie­ten und Inhalte stets in einen Kon­text ein­bet­ten, der neue Per­spek­ti­ven eröffnet.

↑ Springe zum Seitenanfang

An der Technik der Kontextschmiede wird beständig gefeilt. Für Fehler bitten wir um Nachsicht. © Kontextschmiede