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	<title>Kontextschmiede &#187; Tennis</title>
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		<title>Ungewisse Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 16:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Australian Open sind das Grand Slam-Turnier mit den meisten Überraschungen. In down under stand einmal sogar ein gewisser Rainer Schüttler im Endspiel. Die diesjährige Auflage schreibt allerdings ihre eigenen Geschichten und hatte bislang, bis auf das Ausscheiden der amtierenden US Open-Champions Kim Clijsters und Juan Martin del Potro, wenig Sensationelles zu bieten. Auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Australian Open sind das Grand Slam-Turnier mit den meisten Überraschungen. In down under stand einmal sogar ein gewisser Rainer Schüttler im Endspiel. Die diesjährige Auflage schreibt allerdings ihre eigenen Geschichten und hatte bislang, bis auf das Ausscheiden der amtierenden US Open-Champions Kim Clijsters und Juan Martin del Potro, wenig Sensationelles zu bieten. Auch der Sieg von Andy Murray im Viertelfinale nach Rafael Nadals Aufgabe gehört nicht in diese Kategorie. Das tragische Ausscheiden des Titelverteidigers wird dennoch in Erinnerung bleiben.</em></p>
<p>Verletzungspause, dritter Satz. Schmerzverzehrt wendet sich Rafael Nadal von seinem rechten Knie und den helfenden Händen des Physiotherapeuten ab. Nadal schaut sorgenvoll in den Melbourner Nachthimmel und der Eindruck entsteht, als müsse das spanische Kraftpacket die Tränen zurückhalten. Der Titelverteidiger der Australian Open kehrt zwar noch einmal auf den Platz zurück, nur wenige Minuten später ist es jedoch traurige Gewissheit. Rafael Nadal muss seine Viertelfinalbegegnung gegen den Briten Andy Murray aufgeben.<span id="more-2356"></span></p>
<p><q class="pullquote">Seit Jahren schont der Mallorquiner weder die Nerven seiner Fans noch seinen eigenen Körper.</q></p>
<p>Tapfer ins Publikum winkend verabschiedet sich die Nummer zwei der Weltrangliste von seinen Fans in Australien. Wie es im Innern des verletzungsgeplagten Superstars aussieht ist nur zu erahnen, ob Nadal in der Kabine seinen Tränen freien Lauf lässt, nicht überliefert. Die erneute Knieverletzung bedeutet für den 23-Jährigen jedoch einen erneuten Rückschlag in seiner bislang so steil verlaufenden Karriere.</p>
<p>Das Phänomen Rafael Nadal. Der spanische Champion gehört zu den größten Kämpfern auf der Tennis-Tour. Seit Jahren schont der Mallorquiner weder die Nerven seiner Fans noch seinen eigenen Körper. Kein Ball ist aussichtslos, kein Match frühzeitig verloren. Das spürten die Zuschauer in der ausverkauften Rod Laver Arena auch, nachdem Nadal bereits 3:6, 6:7 (2) zurück lag. Im Vollbesitz seiner Kräfte wäre dieser 0:2-Satzrückstand sicherlich keine Vorentscheidung gewesen. Doch wieder einmal streikte Nadals Knie. Die Patellasehnenentzündung, die ihm im Vorjahr die Chance raubte, seinen Wimbledon-Titel zu verteidigen, schien ausgeheilt. Nadal beteuerte jedenfalls zu jeder Gelegenheit, die Verletzung sei nicht chronisch gewesen und nun ausgestanden. Sein emotionaler  Abgang in Melbourne offenbarte jedoch ein anderes Bild.</p>
<p>Selbst Kontrahent Andy Murray hatte wohl nicht mit der frühzeitigen Aufgabe gerechnet. Ungläubig nahm der Schotte Nadals Erklärungen und Glückwünsche entgegen. Zuvor hatte Murray ein zauberhaftes Match abgeliefert und mit vielseitigem Tennis die Kritiker Lügen gestraft, die seiner Art zu spielen die Grand Slam-Tauglichkeit abgesprochen hatten. Serve-and-volley bei wichtigen Punkten, krachende Returns und eine doppelhändige Rückhand, die auch den gesunden Rafael Nadal vor große Probleme gestellt hätte, untermauerten Murrays Ambitionen als erster Brite seit Fred Perry einen Major-Titel auf die Insel zu holen.</p>
<p>Im Halbfinale von Melbourne wartet nun Marin Cilic. Der Kroate kämpfte in seinem dritten Fünfsatzspiel im Turnierverlauf den angeschlagenen Andy Roddick nieder. Acht Stunden verbrachte Cilic länger auf den blauen Courts der Australian Open 2010 als Murray. Und obwohl Cilic seinen Vorschlussrundengegner bei den letztjährigen US Open geschlagen hatte, gilt der Schotte als klarer Favorit auf seine zweite Endspielteilnahme bei einem Grand Slam-Turnier.</p>
<p>Rafael Nadals Zukunft ist dagegen ungewisser denn je. So genannte Tennis-Experten empfehlen dem Spanier, sein Spiel umzustellen, um nicht mehr für jeden Punktgewinn an die körperlichen Grenzen gehen zu müssen. Auf seine größte Stärke verzichten kann Nadal jedoch trotz einer offensiveren Spielanlage nicht. Bleibt abzuwarten, ob oder wie schnell er sich von dem erneuten Rückschlag erholen kann. Sein Kampf gegen die Tränen in der Rod Laver Arena verhieß wenig Gutes.</p>
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		<title>Comeback im Kreis der Favoriten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tennis]]></category>
		<category><![CDATA[analytisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Tage sind die Australian Open 2010 nun bereits alt. Für hochklassiges Tennis garantierten bislang die Top-Spieler und Spielerinnen beim ersten Grand Slam-Event der jungen Saison. So kämpften US-Open-Champion Juan Martin del Potro und James Blake fast fünf Stunden um den Einzug in die dritte Runde - mit dem besseren Ende für den Argentinier, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Drei Tage sind die Australian Open 2010 nun bereits alt. Für hochklassiges Tennis garantierten bislang die Top-Spieler und Spielerinnen beim ersten Grand Slam-Event der jungen Saison. So kämpften US-Open-Champion Juan Martin del Potro und James Blake fast fünf Stunden um den Einzug in die dritte Runde — mit dem besseren Ende für den Argentinier, der 10:8 im entscheidenden Durchgang triumphierte. In Folge eins der Australian Open-Serie nimmt die Kontextschmiede ein Match in den Blick, zu dem es ungewöhnlich früh im Turnierverlauf kam. Justine Henin und Jelena Dementjewa begeisterten dabei 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena.<span id="more-2263"></span></em></p>
<p>Wera Dementjewa schickte flehentlich Stoßgebete gen Himmel. Ihre gefalteten Hände kneteten einander,  so dass das Weiß der Fingerknöchel zu Tage trat. Auch wenn Jelena Dementjewas Mutter und Trainerin eher der Stärke ihrer Tochter als übersinnlicher Hilfe eines Tennis-Gottes vertraute, hatte es den Anschein, als würde sie den Krimi in der zweiten Runde der Australian Open einzig in dieser verkrampften Position aushalten können. Sprössling Jelena hatte das unglückliche Los gezogen, bereits am dritten Turniertag in Melbourne auf die siebenmalige Grand Slam-Siegerin Justine Henin zu treffen. Das Spiel der <em>night session</em> wurde zum ersten Highlight dieses Jahres in der Rod Laver Arena und hinterließ eine ernst zu nehmende Warnung an die Damenkonkurrenz sowie eine geknickte Verliererin, die doch so hoffnungsfroh in die neue Saison gestartet war.</p>
<p><q class="pullquote">Ein Triumphzug wie der von Kim Clijsters in New York ist durchaus möglich.</q></p>
<p>Um 21:57 Uhr Ortszeit beendete Justine Henin die Partie mit einer tadellosen Aufschlag-Flugball-Kombination. Fast drei Stunden Damen-Tennis auf höchstem Niveau mit mehr als 200 hart umkämpften Punkten lagen zu diesem Zeitpunkt hinter den Ausnahmekönnerinnen, die viel zu früh im Turnierverlauf aufeinander getroffen waren. Mit 7:5 und 7:6 (6) bezwang Henin ihre russische Kontrahentin und machte den zweiten Schritt in Richtung eines neuerlichen belgischen Comeback-Wunders.</p>
<p>Die Australian Open sind erst das zweite Turnier für die langjährige Nummer eins der Damen-Tour, nachdem sie sich im Herbst des vergangenen Jahres zu einer Rückkehr in den Tennis-Zirkus entschieden hatte. War bereits das knapp verlorene Finale von Brisbane gegen Landsfrau Kim Clijsters ein erstes Ausrufezeichen, dürfte der Erfolg über Dementjewa die etablierten Spielerinnen wach gerüttelt haben. Als Nummer vier der Weltrangliste und mit dem Turniersieg von Sydney im Gepäck zählte die Olympiasiegerin von Peking doch zum Favoritenkreis in Melbourne. Welch Schicksal, dass es gerade Dementjewa traf, gegen die ungesetzte und mit einer <em>wildcard</em> ausgestattete Justine Henin bereits in der zweiten Runde antreten zu müssen, dachte sich wohl auch Mutter Wera im Verlauf des Matches.</p>
<h4>Variables Spiel gegen eindimensionale Ballmaschinen</h4>
<p>Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen, gab es für beide Spielerinnen genug. In den entscheidenden Phasen beider Sätze zeigte sich jedoch, warum Henin bereits sieben Major-Titel zu verzeichnen, während ihre Gegnerin einzig eine Finalteilnahme in Roland Garros zu Buche stehen hat. Die Belgierin wehrte im Tie-Break des zweiten Durchganges einen Satzball ab und beschloss die Partie mit einer taktischen Marschrichtung, die so selten geworden ist im Damen-Tennis.</p>
<p>Titelverteidigerin Serena Williams und US-Open-Champion Kim Clijsters werden genau hingeschaut haben, welches Offensivpotenzial Justine Henin nach ihrer Rückkehr bereits zur Verfügung steht. Sollte sich die zähe Belgierin mit der famosen einhändigen Rückhand im Turnierverlauf weiter steigern und ihren derzeit noch wackligen Aufschlag stabilisieren können, ist ein Triumphzug wie der von Kim Clijsters in New York durchaus möglich. Ihr variables Spiel mit präzisen Slicebällen und dem wohl besten Volley der Tour scheint prädestiniert gegen die Masse eindimensionaler Ballmaschinen, die in den nächsten Runden warten.</p>
<p>Das hatte auch Jelena Dementjewa gemerkt und suchte selbst immer wieder den Weg ans Netz. Der 1,68 Meter kleinen Justine Henin war sie dennoch nicht gewachsen. Mutter Weras Fingerknöchel mussten dies schmerzlich erfahren.</p>
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		<title>Turnier ohne Gesicht</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 18:36:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das deutsche Tennis ist nur noch zweitklassig. Sportlich sind die goldenen Boom-Zeiten seit zehn Jahren vorbei, auch wenn sich Tommy Haas im Spätherbst seiner Karriere in manchen Momenten im dritten Frühling wähnt. Nun hat es zudem endgültig die nationale Turnierlandschaft getroffen. Nach langen Jahren mit rosigem Masters-Status am Hamburger Rothenbaum sind die seit Samstag laufenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>D</span></span><em class="update">as deutsche Tennis ist nur noch zweitklassig. Sportlich sind die goldenen Boom-Zeiten seit zehn Jahren vorbei, auch wenn sich Tommy Haas im Spätherbst seiner Karriere in manchen Momenten im dritten Frühling wähnt. Nun hat es zudem endgültig die nationale Turnierlandschaft getroffen. Nach langen Jahren mit rosigem Masters-Status am Hamburger Rothenbaum sind die seit Samstag laufenden German Open nur noch ein Turnier unter vielen.<br />
</em><br />
<span class="halfwidth" style="height: 35.2em;"><img src="/wpkontext_333/wp-content/uploads/Tennis-Gesicht.JPG" alt="Tennisspieler mit Schläger vor Gesicht" title="Den German Open in Hamburg fehlt ein Aushängeschild" /></span><span class="imagecaption">Dem größten deutschen Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum fehlt ein Gesicht</span><br />
Nur noch halb so viele Weltranglistenpunkte sind nach der Abwertung des Turniers zum Top500-Event zu ergattern. Aber auch ohne die Stars der Szene, die erwartungsgemäß nicht am Start sind, haben die Veranstalter um Turnierdirektor Michael Stich ein ansehnliches Teilnehmerfeld zusammengestellt. Ein Gesicht, das in der Öffentlichkeit den Vermarktungswert des größten deutschen Herrenturniers steigern könnte, fehlt jedoch völlig. Die topgesetzten Gilles Simon und Nikolay Davydenko gehören zu den blasseren Akteuren auf der Tour. Stanislas Wawrinka, Tommy Robredo und David Ferrer spielen an guten Tagen sicherlich beeindruckendes Tennis, sind allerdings von den Aushängeschildern weit entfernt. Das trifft auch auf Robin Söderling zu, jedoch umweht den Schweden immerhin noch immer die Aura seines Paris-Sieges über Rafael Nadal.</p>
<p><a  href="http://zackstennis.blogspot.com/2009/06/die-meldeliste-fur-das-atp-turnier-am.html">Die Tennis-Blog-Gemeinschaft hatte es bereits vermutet</a>: Drei Spieler, die etwas mehr Show und Ausstrahlung zu bieten hätten, sagten kurz vor Beginn des Turniers ab. Der spanische Davis-Cup-Held Fernando Verdasco weilte noch kurz in der Hansestadt, um seinen verletzungsbedingten Verzicht zu erklären, reiste aber schon bald wieder gen sonnige Heimat. Auch Gaël Monfils, dessen spektakulär kraftvolle Spielanlage alleine für Schlagzeilen garantiert hätte, und Tomáš Berdych schlagen nicht am Rothenbaum auf.<span id="more-1717"></span></p>
<p>In den letzten zwei Jahren sahen die Zuschauer das Endspiel Rafael Nadal gegen Roger Federer. Ein Traum für jeden Tennis-Fan. Einzig Michael Stich sieht das anscheinend anders. Das Turnier sei zuvor zu sehr <a  href="http://german-open-hamburg.de/presse/presse-details/das-turnier-hat-nach-wie-vor-ein-ganz-besonderes-flair/">auf Nadal und Federer fokussiert</a> gewesen, erklärte der Elmshorner bereits im März. Ein schweres Schicksal in Anbetracht der einzigartigen Matches, die beide Stars miteinander ausgetragen hatten.</p>
<p>Die Hauptdarsteller fehlen; doch nun ist die Bühne frei für Newcomer, versteckte Talente oder alternde Stars. Mit Tommy Haas fehlt leider ein weiteres mögliches Aushängeschild aus dieser Kategorie. Philipp Kohlschreiber hat zumindest das spielerische Potenzial, die Lücke als Zuschauerliebling einzunehmen. Und Philipp Petzschner sowie Daniel Brands zeigten am ersten Turniertag bereits ansprechende Vorstellungen. Dennoch bleiben die diesjährigen German Open am Hamburger Rothenbaum ein Turnier ohne Gesicht.</p>
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		<title>Der »Fed-Express« — mit Volldampf in die Geschichtsbücher</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 18:20:17 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="fullwidth" style=""><img src="/wpkontext_333/wp-content/uploads/fedexhistory1.jpg" alt="Karikatur Federer als Expresszug" title="Roger Federer gewinnt in Wimbledon seinen 15. Grand-Slam-Titel" /></span></p>
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		<title>The Championships: Finale ohne königlichen Besuch?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 21:06:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der britische Traum ist geplatzt. Queen Elisabeth wird wohl kaum zum Wimbledon-Finale in den „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ kommen. Andy Murray, lokale Tennis-Hoffnung auf dem „heiligen Rasen“, musste sich im Halbfinale Andy Roddick in vier Sätzen geschlagen geben. Damit verpasste der Schotte die Chance, als erster Brite seit Henry Austin 1938 ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>D</span></span><em class="update">er britische Traum ist geplatzt. Queen Elisabeth wird wohl kaum zum Wimbledon-Finale in den „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ kommen. Andy Murray, lokale Tennis-Hoffnung auf dem „heiligen Rasen“, musste sich im Halbfinale Andy Roddick in vier Sätzen geschlagen geben. Damit verpasste der Schotte die Chance, als erster Brite seit Henry Austin 1938 ins Endspiel des wichtigsten Major-Events der Saison einzuziehen. Zuvor wurde wild spekuliert, ob die Queen zum ersten Mal seit 32 Jahren die Anlage an der Church Road beehren wolle. Zumindest waren noch keine öffentlichen Termine für den Finalsonntag angesetzt, verkündete das Königshaus.</em></p>
<p>Ein Duell zwischen dem US-Amerikaner Roddick und dem Schweizer Tour-Dominator Roger Federer wird sich Elisabeth II. aller Wahrscheinlichkeit nach nicht anschauen. Die Zuschauer im Londoner Bezirk SW19 dürfen sich auch ohne ihren Liebling Andy Murray auf spektakuläres Tennis freuen. Ob die Partie die nötige Spannung für ein epochales Endspiel liefern kann, ist allerdings fraglich.<br />
<span id="more-1503"></span><br />
Bereits zweimal spielten Federer und Roddick um den Wimbledon-Titel. 2004 und 2005 setzte sich der Schweizer durch und gilt nicht nur durch diese beiden Erfolge als Topfavorit auf seinen 15. Grand Slam-Triumph. Die Art und Weise, wie Federer im Halbfinale Tommy Haas nach Hause schickte, hätte sogar die wenig tennisbegeisterte Queen beeindruckt. Keinen einzigen Breakball konnte sich Haas erspielen. Leichtfüßig und hoch konzentriert beendete Federer den Traum des Deutschen.</p>
<p>Die Wünsche der britischen Tennisfans bleiben ebenfalls ein weiteres Jahr unerfüllt. Seit Fred Perry im Jahr 1936 konnte kein Spieler der Insel mehr in Wimbledon gewinnen. Am enormen Druck scheiterte bereits Tim Henman, der sich vergeblich abmühte, das Endspiel auf dem „heiligen Rasen“ zu erreichen. Nun hielt auch Andy Murray der Erwartungshaltung seiner Landesleute nicht stand. Andy Roddick reichte eine durchschnittliche Vorstellung gegen den Schotten. Der härteste Aufschläger der Welt hat sich die Chance auf den zweiten Major-Titel seiner Karriere mit druckvollem Spiel dennoch durchaus verdient. Um den mit Volldampf durchstartenden „Fed-Express“ im Endspiel zu fordern ist allerdings eine enorme Leistungssteigerung von Nöten.</p>
<p>Andy Murray wird in den kommenden Jahren weitere Möglichkeiten erhalten, die Queen nach Wimbledon zu locken. Der 22-Jährige bleibt der Hoffnungsträger im Tennis-Mekka. Tausende Fans auf dem »Murray Mountain«, wie die Fans die Liegewiese nahe dem Platz eins nennen, werden ihm sicherlich die Treue halten. 73 Jahre mussten die britischen Tennis-Fans auf einen Champion warten. Da kommt es auf das ein oder andere Jahr mehr nun wirklich nicht an.</p>
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		<title>The Championships — Viertelfinalgeschichten</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 22:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tennis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die vier Halbfinalisten der Herrenkonkurrenz in Wimbledon stehen fest. Interessante Begegnungen sahen die Zuschauer im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ in der Runde der letzten Acht. Die Kontextschmiede erzählt die Viertelfinalgeschichten des wichtigsten Tennis-Turnieres des Jahres. Mit dabei ein Deutscher Routinier, ein Schweizer Dominator, ein US-Amerikanischer „Hau-Drauf“ und ein Britischer Lokalmatador.
Aus deutscher Sicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>D</span></span><em class="update">ie vier Halbfinalisten der Herrenkonkurrenz in Wimbledon stehen fest. Interessante Begegnungen sahen die Zuschauer im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ in der Runde der letzten Acht. Die Kontextschmiede erzählt die Viertelfinalgeschichten des wichtigsten Tennis-Turnieres des Jahres. Mit dabei ein Deutscher Routinier, ein Schweizer Dominator, ein US-Amerikanischer „Hau-Drauf“ und ein Britischer Lokalmatador.</em></p>
<p>Aus deutscher Sicht die Top-Nachricht vorne weg. Tommy Haas bezwang zum zweiten Mal in dieser Rasensaison die serbische Nummer vier der Weltrangliste Novak Djoković. Beinahe zwei Sätze spielte Haas dabei auf Top-Niveau und leistete sich erst im Tie-Break des zweiten Durchganges den ersten kleinen Hänger, der bis zum vierten Satz dauern sollte. Nach 2:44 Stunden musste Djoković jedoch die spielerische Überlegenheit des 31-Jährigen anerkennen. Haas ist somit nach Boris Becker, Michael Stich und Rainer Schüttler der vierte Deutsche in der <em>open era</em>, der es bis ins Halbfinale in Wimbledon geschafft hat.<span id="more-1476"></span></p>
<p>Dort wartet nun der Topfavorit aller Wettbüros. Roger Federer ist derzeit nicht zu stoppen. Auch Aufschlagriese Ivo Karlović hatte gegen den fünffachen Champion nichts auszurichten. Ohne Aufschlagverlust ging der 2,08 Meter-Mann ins Viertelfinale, musste jedoch bereits nach wenigen Minuten feststellen, dass diese Bilanz gegen Federer nicht zu halten ist. Zwei Breakbälle ließ der Kroate im Spiel zu. Zweimal schlug der Schweizer eiskalt zu. Federer antizipierte Karlovićs schnelle und vor allem steil geschlagene Aufschläge besser als jeder Gegner vor ihm. Das eröffnete mehr Chancen auf einen wirkungsvollen Return. Pech für Karlović, der mit einer anderen Auslosung sicherlich noch für Furore hätte sorgen können.</p>
<p>An Spannung kaum zu überbieten war die Begegnung zwischen Lleyton Hewitt, neben Federer der einzig aktive Wimbledon-Sieger, der in diesem Jahr am Start war, und Andy Roddick. Hewitt hatte die Möglichkeit, für eine weitere Überraschung zu sorgen, scheiterte letztlich aber an der eigenen Fehlerquote. Der zweimalige Finalist Roddick muss sich in seinem Halbfinale allerdings mächtig steigern, um erneut um den Titel im Londoner Bezirk SW19 mitspielen zu können.</p>
<p>Denn in der Vorschlussrunde tritt der Amerikaner nicht nur gegen Andy Murray an, sondern auch gegen 15.000 enthusiastische Fans, die nach einem Endspiel mit britischer Beteiligung gieren. Murray hatte gegen Juan Carlos Ferrero die wenigsten Probleme aller Viertelfinalgewinner. Der spanische French Open-Champion aus dem Jahr 2003 rechtfertigte mit einem starken Turnier allerdings seine Wild-Card und gehört mittlerweile zu den Routiniers, die mit ihrer Erfahrung immer für eine Überraschung auf Rasen gut sind.</p>
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		<title>The Championships: Die Mischung macht’s</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 21:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tennis]]></category>
		<category><![CDATA[analytisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Rasentennis hat sich im vergangen Jahrzehnt grundlegend verändert. Klassische Serve-and-Volley-Spieler gehören der Vergangenheit an. Allrounder in der Herrenkonkurrenz und „Hard-Hitter“ bei den Damen bestimmen aktuell die Szenerie in Wimbledon. Doch was ist nun die erfolg versprechendste Strategie im Mekka des weißen Sports? Die Kontextschmiede beleuchtet die Taktik der Stars.
Top-Favorit Roger Federer marschiert derzeit durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>D</span></span><em class="update">as Rasentennis hat sich im vergangen Jahrzehnt grundlegend verändert. Klassische Serve-and-Volley-Spieler gehören der Vergangenheit an. Allrounder in der Herrenkonkurrenz und „Hard-Hitter“ bei den Damen bestimmen aktuell die Szenerie in Wimbledon. Doch was ist nun die erfolg versprechendste Strategie im Mekka des weißen Sports? Die Kontextschmiede beleuchtet die Taktik der Stars.</em></p>
<p>Top-Favorit Roger Federer marschiert derzeit durch das wichtigste Turnier des Jahres beinahe ohne die Aufschlag-Flugball-Kombination. Auch Lokalmatador Andy Murray scheut den direkten Weg ans Netz, kontert seine Gegner auf dem schnellen Grün lieber aus. Der verletzte Titelverteidiger Rafael Nadal fühlt sich hinter der Grundlinie sowieso am wohlsten. Modernstes Schlägermaterial, schwerere Bälle und eine neue <a  href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=57781800&#038;top=SPIEGEL" title="Spiegel Wissen: Revolution an der Grasnarbe">Rasenmischung</a>, die das Spiel langsamer macht, haben dazu geführt, dass druckvolle Grundlinienschläge das Rezept der Gegenwart sind.<q class="pullquote">Die Zeiten kompromissloser Volleyspieler sind vorbei.</q></p>
<p>Doch gibt es in diesem Wimbledon-Jahr auch überraschende Ausnahmen, die das Herrentennis vielseitiger machen. Geheimfavorit Tommy Haas steht mittlerweile zum ersten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale und greift dabei auf ein scheinbar veraltetes Konzept zurück. In seinem Dreisatzerfolg über Igor Andrejew machte der Deutsche jeden dritten Punkt am Netz und ging ab und an sogar nach zweiten Aufschlägen direkt ans Netz. Die ebenfalls hoch gehandelten Andy Roddick und Ivo Karlović nutzen die Eigenheiten des „heiligen Rasens“ zumindest mit tiefen Slice-Bällen und rücken nach, sobald der Kontrahent kürzer spielt. Als fünfmaliger Wimbledon-Champion weiß auch Roger Federer um die enorme Angriffskraft eines flach abspringenden Schlages.<br />
<span id="more-1429"></span><br />
Eintöniger geht es dagegen in der Damenkonkurrenz zu. Die Weltranglistenerste Dinara Safina kennt Variationen in der eigenen Strategie nur vom Hörensagen. Falls ihr Power-Tennis gegen ähnlich veranlagte Spielerinnen nicht mehr den nötigen Erfolg bringt, würzt sie ihr Spiel einfach mit einem weiteren Schuss Härte. Auch die Williams-Schwestern dominieren das Geschehen in London seit Jahren ohne viel Spielwitz. Die Deutsche Sabine Lisicki, die es bis ins Viertelfinale geschafft hat, bestätigt den Trend und meidet das Netz, wo sie nur kann.</p>
<p>Nach dem Abschied von Justine Henin steht nur noch Amélie Mauresmo als Allrounderin mit einem gefährlichen Slice in der erweiterten Weltspitze. Die große Zeit der routinierten Französin scheint jedoch vorbei zu sein. Im Achtelfinale gegen Safina blitzte das Können der Wimbledon-Siegerin von 2006 noch einmal auf. Trotz eines frühen Breaks im entscheidenden Durchgang musste sie sich allerdings der überlegenen Physis der lange einfallslosen Safina geschlagen geben.</p>
<p>Eine vernünftige Mischung zwischen druckvollem Grundlinienspiel mit abschließenden Netzattacken und überraschenden Volleys nach taktisch gesetzten Aufschlägen wäre für einige der groß gewachsenen Damen eine Erfolg versprechende Option. Klassische Serve-and-Volley-Spielerinnen wie Martina Navrátilová oder Jana Novotná wird es in Wimbledon vorerst jedoch nicht mehr geben. Tommy Haas macht zudem vor, dass Taktik, Spielwitz und Variation nicht der Rasen-Geschichte angehören. Die Zeiten kompromissloser Volleyspieler der Kategorie Becker, Edberg oder Sampras, um nur drei der zahlreichen Spezialisten aufzuführen, sind dagegen vorbei.</p>
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		<title>The Championships: Sabine Lisicki triumphiert verschnupft</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 22:20:21 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Tennis]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten zwei Teilen der Wimbledon-Serie 2009 nahm die Kontextschmiede die spirituelle Seite des Grand Slam-Turniers unter die Lupe. Zurück zu den irdischen Gesetzmäßigkeiten im Tennis-Mekka. Sabine Lisicki schleppt sich in diesen Tagen verschnupft durch den "All England Lawn Tennis and Croquet Club". Und das ziemlich erfolgreich. Beim zweiten Auftritt auf dem "heiligen Rasen" [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>I</span></span><em class="update">n den letzten zwei Teilen der Wimbledon-Serie 2009 nahm die Kontextschmiede die spirituelle Seite des Grand Slam-Turniers unter die Lupe. Zurück zu den irdischen Gesetzmäßigkeiten im Tennis-Mekka. Sabine Lisicki schleppt sich in diesen Tagen verschnupft durch den »All England Lawn Tennis and Croquet Club«. Und das ziemlich erfolgreich. Beim zweiten Auftritt auf dem »heiligen Rasen« steht die 21-Jährige bereits in der dritten Runde. Richtig wohl fühlt sich die Berlinerin dennoch nicht. Eine Gras-Allergie setzt ihr spürbar zu.</em></p>
<p>Das hinderte das deutsche Tennis-Fräulein jedoch nicht daran, die an Position 32 gesetzte Anna Chakvetadze in drei spannenden Sätzen aus dem Turnier zu befördern. Den von Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner geforderten »Pflichtsieg« über Patricia Mayr nahm Lisicki ebenso im Vorbeigehen mit, wie den Doppelerfolg mit Partnerin Aleksandra Wozniak.</p>
<p>Lisickis Gras-Allergie ist demnach keine angedichtete, wie bei zahlreichen spanischen Sandplatzwühlern, sondern real vorhanden. Heuschnupfen, Schwindelgefühle und ein »dicker Kopf« sind Ausdruck dieses irdischen Problems. Den Wimbledon-Geist kann man dafür nun wirklich nicht verantwortlich machen.</p>
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		<title>The Championships: Kiefer fordert den Mythos Wimbledon heraus — und verliert</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 22:15:53 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Tennis]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicolas Kiefer hat es bereits vorher geahnt. „Der Zirkus in den Kabinen raubt viel Energie“, gab der deutsche Tennis-Routinier vor dem diesjährigen Wimbledon-Turnier im FAZ-Interview zu Protokoll. Nichts desto trotz rechnete sich Kiefer auf dem „heiligen Rasen“ durchaus Chancen aus, seine bislang schwache Saisonbilanz aufzupolieren. Die Auftaktrunde gegen den französischen Tennis-Künstler Fabrice Santoro, der sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>N</span></span><em class="update">icolas Kiefer hat es bereits vorher geahnt. „Der Zirkus in den Kabinen raubt viel Energie“, gab der deutsche Tennis-Routinier vor dem diesjährigen Wimbledon-Turnier im <a  href="http://www.faz.net/s/Rub277D73238E5344128E56D9A323051066/Doc~E5CD7670D50D64A6D87F479E8DBEDA5CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ-Interview</a> zu Protokoll. Nichts desto trotz rechnete sich Kiefer auf dem „heiligen Rasen“ durchaus Chancen aus, seine bislang <a  href="http://www.atpworldtour.com/Tennis/Players/Top-Players/Nicolas-Kiefer.aspx?t=mr">schwache Saisonbilanz</a> aufzupolieren. Die Auftaktrunde gegen den französischen Tennis-Künstler Fabrice Santoro, der sich in seiner letzten Saison noch einmal auf allen Major-Events präsentiert, wurde dann jedoch zum absoluten Desaster.</em></p>
<p>Mit 4:6, 2:6, 2:6 schlich Kiefer, der seit dem Viertelfinaleinzug 1997 dem elitären Kreis des „Last 8 Club“ angehört, nach 1:46 Stunden vom Platz. 34 unerzwungene Fehler, eine katastrophale Statistik beim ersten Aufschlag und nur zwei Breakbälle im gesamten Match zeugen von der unterirdischen Vorstellung des ehemaligen Weltranglisten-Vierten.<span id="more-1188"></span></p>
<p>Fahrig, abwesend und zittrig wirkte „Kiwi“ auf dem <a  href="http://kontextschmiede.de/the-championships-das-letzte-geleit-fur-den-%E2%80%9Efriedhof-der-stars%E2%80%9C/">„Friedhof der Stars“</a> gegen den sicherlich unangenehm spielenden Santoro. Ob dies am „Zirkus“ in den Umkleidekabinen lag oder an seiner Bauchmuskelzerrung, die ihn schon beim Vorbereitungsturnier im westfälischen Halle zur Aufgabe zwang, weiß nur Kiefer selbst.</p>
<p><q class="pullquote">Respekt vor der Tradition kann auch Energien freisetzen</q>In jedem Fall hat der Hannoveraner den Mythos Wimbledon herausgefordert. Halle-Organisator Gerry Weber für den Fortschritt im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ verantwortlich zu machen, wie Kiefer im Interview vor dem Turnier, ist, gelinde gesagt, gewagt. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass die Ostwestfalen eine kleine Kopie des großen Londoner Vorbilds gebaut haben. Darüber hinaus muss er sich nicht zwingend mit Juri Sharapova über die Bärenjagd unterhalten und darf sich gerne auf sein Match konzentrieren. Rückzugsmöglichkeiten, das hatte die Nummer 33 der Wimbledon-Setzliste selber eingeräumt, gibt es auf der Anlage genug.</p>
<p>Den Geist des wichtigsten Tennis-Turniers des Jahres zu provozieren, könnte sich also bitter gerächt haben. Besser hätte Kiefer wohl seinen Frieden mit dem „heiligen Rasen“ und seinen Eigenarten im Umfeld gemacht. So wie Kollege Tommy Haas, der unter Experten nun als Geheimtipp in Wimbledon gilt. Respekt vor der Tradition kann auch zusätzliche Energien freisetzen.</p>
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		<title>The Championships: Das letzte Geleit für den „Friedhof der Stars“</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 23:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>csp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wimbledon 2009 ist ein Spiel zwischen Tradition und Moderne. Auf der einen Seite klassisch weiße Kleidung, ein spielfreier Sonntag und Anzeigetafeln auf den Nebenplätzen, die jede Menge Handarbeit benötigen. Andererseits das neue Schiebedach über dem Centre Court, millimetergenaue Entscheidungen anhand des Hawk-Eye und der pünktlich fertig gestellte Platz Nummer zwei. Auch der altehrwürdige Londoner „All [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="cap"><span>W</span></span><em class="update">imbledon 2009 ist ein Spiel zwischen Tradition und Moderne. Auf der einen Seite klassisch weiße Kleidung, ein spielfreier Sonntag und Anzeigetafeln auf den Nebenplätzen, die jede Menge Handarbeit benötigen. Andererseits das neue Schiebedach über dem Centre Court, millimetergenaue Entscheidungen anhand des Hawk-Eye und der pünktlich fertig gestellte Platz Nummer zwei. Auch der altehrwürdige Londoner „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ öffnet sich Stück für Stück sinnvollen Neuerungen. Selbstredend in seiner ihm eigenen Geschwindigkeit.</em></p>
<p><q class="pullquote">Becker und Sampras zählen zu den prominenten Opfern des Graveyard of Champions</q>Leidtragender des Fortschritts ist der „Friedhof der Stars“, abgestuft zu Platz Nummer drei und zum Abriss nach Turnierende frei gegeben. Wie der „Hinterhof des Henkers“ vor 13 Jahren geht nun der nächste legendäre Court in die Wimbledon-Geschichte ein. Zahlreiche Topspieler der Szene, wie Boris Becker (1987) und Pete Sampras (2002), scheiterten hier überraschend — auch an der besonderen Atmosphäre der Plätze. So kann das Publikum die Matches auf dem „Friedhof der Stars“ sogar noch stehend verfolgen.<span id="more-1150"></span></p>
<p>Ein letztes Aufbäumen des ehemalige „Zweiers“ ist im Londoner Bezirk SW19 in diesem Jahr jedenfalls zu erwarten. <a  href="http://www.wimbledon.org/en_GB/scores/schedule/schedule8.html">Das erste Opfer</a> forderte er bereits am ersten Turniertag. Queens-Finalist James Blake (USA) darf nach seiner Dreisatz-Pleite gegen den Italiener Andrea Seppi die Heimreise antreten. Tommy Haas erzitterte ebenfalls zumindest einen Durchgang vor dem Mythos, drehte die Partie gegen Alexander Peya (Österreich) und muss nun am Dienstag beim Stand von 6:7, 7:6, 6:3 und 4:4 in die Verlängerung.</p>
<p>Dort ist er in bester deutscher Gesellschaft. Mit Nicolas Kiefer und Julia Goerges spielen zwei Landsleute ebenso auf dem „Friedhof der Stars“. Und zumindest Goerges hofft in ihrer Begegnung mit Jelena Jankovic (Serbien) auf ein weiteres Kapitel der langen Geschichte von überraschenden Favoritenstürzen.</p>
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