Der Sommerhit: „Guacamole“

Der deut­sche Som­mer 2009 kämpft der­zeit noch mit urei­ge­nen Iden­ti­täts­pro­ble­men. Wohin führt denn nun sein Weg? Woh­lig war­mer Strah­le­mann oder doch trau­rig drein­bli­cken­der Mie­se­pe­ter? Sein mexi­ka­ni­scher Cou­sin kennt diese Sor­gen dage­gen über­haupt nicht. Immer bes­tens in Stim­mung mit mas­sig „Sol“ im Gepäck sorgt er seit jeher schon für jede Menge kul­tu­relle Errun­gen­schaf­ten, die oft­mals ihren schöp­fe­ri­schen Gip­fel auf der Gabel erreichen.

Die Kon­text­schmiede emp­fiehlt daher in die­ser der­zeit depres­si­ven Jah­res­zeit sich mit wäss­ri­gem Mund nach Mit­tel­ame­rika zu wen­den und sich einen stim­mungs­för­dern­den Dip zu zau­bern. Aber was heißt hier Zau­bern. Frei nach dem Motto „Nimm Drei“ ist die Gua­ca­mole in Win­des­eile auf dem Tisch. Herr­lich zu Tortilla-​​Chips, Taqui­tos oder ein­fach als Brot­auf­strich passt die „Avocado-​​Sauce“, wie das Nahuatl–Wort „ahu­a­ca­molli“ über­setzt wird, auch zur urdeut­schen Som­mer­tra­di­tion. Als schmack­hafte Bei­lage zum Grill­fleisch kalt serviert.

Ob Gua­ca­mole in Alaska sogar mit Fisch kom­bi­niert wird, könnte Kevin Johan­sen ver­ra­ten. Die Hei­mat hat der argentinisch-​​amerikanische Rock-​​Sänger schon län­ger hin­ter sich gelas­sen, neue Geschmacks­er­leb­nisse dafür ent­deckt. Sein Som­mer­hit „Gua­ca­mole“ sollte den kri­seln­den deut­schen Som­mer bereits ein wenig auf­hei­tern, voll­en­det locker-​​leichtes Lebens­ge­fühl stellt sich jedoch erst mit dem Genuss des mexi­ka­ni­schen Dips ein.

Die größte Stärke der Gua­ca­mole ist sicher­lich ihre Viel­sei­tig­keit. Scharf, fruch­tig oder herz­haft – auf der Grund­lage der Avo­cado ist erlaubt, was schmeckt. Die Kon­text­schmiede hat sich für eine klas­si­sche Vari­ante mit leicht regio­na­lem Ein­schlag entschieden.

Man nehme für vier Per­so­nen zwei reife Avo­ca­dos, eine Tomate, zwei bis drei hart gekochte Eier, eine Knob­lauch­zehe, Zitronen/​Limettensaft (Avo­cado behält die Farbe und wird nicht braun), Salz/​Pfeffer und Schnitt­lauch. Alles klein schnei­den und stampfen.

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