Kurioses aus dem Sommerloch: Dieter Hoeneß

Die Som­mer­pause ist nicht nur den treus­ten Fußball-​​Anhängern ein Graus. Auch Spie­ler und Ver­ant­wort­li­che der Profi-​​Clubs wis­sen dann trotz U21-​​EM und Confed-​​Cup, die in die­sem Som­mer das schwarze Loch fül­len, oft­mals recht wenig mit sich anzu­fan­gen. Die fuß­ball­freie Zeit kom­bi­niert mit gelang­weil­ten Jour­na­lis­ten för­dert dabei so man­che Kurio­si­tät zu Tage. Die Kon­text­schmiede beglei­tet die Prot­ago­nis­ten der schöns­ten Neben­sa­che der Welt zwi­schen den Fußballjahren.

Die­ter Hoeneß ist Fußball-​​Manager durch und durch. 13 Jahre lang lei­tete er die Geschi­cke der Ber­li­ner Her­tha durch alle Höhen und Tie­fen, die solch ein Hauptstadt-​​Club mit sich bringt. Nach den ver­lo­re­nen Macht­kämp­fen mit Trai­ner Lucien Favre und Prä­si­dent Wer­ner Gegen­bauer kann sich Hoeneß nun end­lich ein­mal Zeit für sich neh­men. Und hat auch schon eine Idee, was mit dem unge­wohn­ten Frei­raum anzu­stel­len ist. In 13 Jah­ren Hauptstadt-​​Arbeit schaffte es der gebür­tige Ulmer näm­lich nie, die Sehens­wür­dig­kei­ten der Stadt anzu­schauen. Nun möchte Hoeneß mit sei­ner Frau »Ber­lin erkunden«.

Kein Pro­blem Herr Hoeneß! Die Kon­text­schmiede stellt Ihnen gerne spe­zi­ell aus­ge­wählte und äußerst sehens­werte Plätze zusam­men, damit Sie vor Ihrem Umzug nach Mün­chen die Bun­des­haupt­stadt und ihre Umge­bung end­lich rich­tig ken­nen ler­nen kön­nen.

  1. Cafe King, Ran­ke­str. 23 (10789 Ber­lin) — Hier wird Fußball-​​Geschichte vereinbart
  2. Alte Förs­te­rei, Häm­mer­ling­straße 80 – 88 (12555 Ber­lin) — Zweitliga-​​Fußball mit Fan-​​Kultur
  3. Das Ber­li­ner Olym­pia­sta­dion, Olym­pi­scher Platz 3 (14053 Ber­lin) — Erstliga-​​Fußball ohne Fan-​​Kultur
  4. Pots­da­mer Platz, Pots­da­mer Platz 1 (10785 Berlin-​​Tiergarten) — Das stand vor zehn Jah­ren noch nicht da
  5. Reichts­tag, Platz der Repu­blik 1 (10117 Ber­lin) — Nein, die Regie­rung sitzt nicht mehr in Bonn
  6. Bran­den­bur­ger Tor, Pari­ser Platz (11011 Ber­lin) — Nicht zu ver­feh­len. Auch nicht mit Tur­ban am Kopf
  7. Gefäng­nis Moa­bit, Alt-​​Moabit 12 (10559 Ber­lin) — Hier lan­den die Hertha-​​Jugendlichen nach dem Ver­kauf von DFB-​​Uhren
  8. Wil­mers­dorf, Bran­den­bur­gi­sche Straße, (10713 Ber­lin) — Lie­ber ohne Auto! Ran­da­lie­rende Hertha-​​Youngster unterwegs
  9. Rotes Rat­haus, Karl-​​Liebknecht-​​Straße 8 (10178 Ber­lin) — Auf einen Cock­tail mit Wowi
  10. Schwa­ben­vier­tel am Prenz­lauer Berg (10409 Ber­lin) — Ein Stück Hei­mat in der kal­ten Großstadt

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  • Tja, was soll ich sagen? Griff ins Klo, vielleicht?

    Die Idee die­ses Arti­kels ist ja grund­sätz­lich wit­zig. Die­ter mal zei­gen, was man in Ber­lin gese­hen haben muss. Gut. Förs­te­rei muss sein, Café King ist sogar ganz ori­gi­nell. Aber der Rest: Gähn…

    Und dann aber das Olym­pia­sta­dion. Nee, das ist dann ein­fach nur noch däm­lich. Ich bin ja kein nai­ver Her­tha­ner, der alles beju­belt und voll­kom­men unkri­tisch sei­nem Ver­ein gegen­über ist. Ganz im Gegen­teil. Aber wer nach den letz­ten Mona­ten (aus­ver­kauf­tes Olym­pia­sta­dion, Meis­ter­song aus der Kurve, super Stim­mung) noch so einen Blöd­sinn über die angeb­lich feh­lende Fan­kul­tur im Olym­pia­sta­dion schreibt, der beweist damit ein­zig, dass er null­kom­ma­nichts Ahnung hat. Und da lan­det der Arti­kel denn auch im Klo. Sorry. Aber so geht es nicht.

    • erz sagt:

      Geschätz­ter Enno,

      ich kann natür­lich nie­man­dem vor­schla­gen, was er sagen soll – aber wenn man schon fragt…

      Die Hertha-​​Fans dürf­ten doch diese Sai­son genug Selbst­ver­trauen getankt haben, um sol­che Sti­che­leien weg zu ste­cken. Wer den womög­lich sym­pa­thischs­ten Trai­ner der Bun­des­liga sein Eigen nennt (der, neben­bei bemerkt, es sogar geschafft hat, dass ich der Her­tha die Dau­men gedrückt hatte, die Bay­ern abzu­sä­gen) und sich in nur einer Sai­son sowohl sei­ner radio­ak­ti­ven Alt­las­ten gekonnt ent­le­digt, als auch nach vie­len ver­geb­li­chen Jah­ren nahezu völ­ker­ver­bin­dende Fan­kul­tur aus der Metro­pole kon­den­siert – der könnte doch auch ganz gelas­sen sagen: “Auf jeden Fall bes­ser als Bielefeld.”

      Wenn der gemeine Ber­li­ner Fan dann soweit ist, ver­bale Tief­schläge gekonnt aus­zu­pen­deln und in ent­de­es­ka­lie­rende Gegen­an­griffe über­zu­lei­ten, ist er schon mit­ten unter den Tra­di­ti­ons­fans ange­kom­men. Selbst wenn sein Team vor lee­ren Rän­gen spielte.

    • Es ist ja nicht so, dass ich mich ange­grif­fen fühle. Und es ist auch nicht so, dass ich Her­tha ins fal­sche Licht gerückt sehe. Satire darf eine Menge.

      Aber der Arti­kel ist ein­fach nicht gut. Darum gehts. Da muss ich nicht ad homi­nem gehen. OK. Das war mei­ner­seits ein Griff ins Klo. Dumm gelaufen…

    • 7 sagt:

      Autsch! Das scheint noch nicht zu funk­tio­nie­ren…
      Arm und nicht mal sexy. Und damit ist alles gesagt.

      (edit erz: Dop­pel­post gelöscht)

  • Raphaele Grande sagt:

    komi­scher typ…




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