The Championships: Das letzte Geleit für den „Friedhof der Stars“
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Wimbledon 2009 ist ein Spiel zwischen Tradition und Moderne. Auf der einen Seite klassisch weiße Kleidung, ein spielfreier Sonntag und Anzeigetafeln auf den Nebenplätzen, die jede Menge Handarbeit benötigen. Andererseits das neue Schiebedach über dem Centre Court, millimetergenaue Entscheidungen anhand des Hawk-Eye und der pünktlich fertig gestellte Platz Nummer zwei. Auch der altehrwürdige Londoner „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ öffnet sich Stück für Stück sinnvollen Neuerungen. Selbstredend in seiner ihm eigenen Geschwindigkeit.
Becker und Sampras zählen zu den prominenten Opfern des Graveyard of Champions
Leidtragender des Fortschritts ist der „Friedhof der Stars“, abgestuft zu Platz Nummer drei und zum Abriss nach Turnierende frei gegeben. Wie der „Hinterhof des Henkers“ vor 13 Jahren geht nun der nächste legendäre Court in die Wimbledon-Geschichte ein. Zahlreiche Topspieler der Szene, wie Boris Becker (1987) und Pete Sampras (2002), scheiterten hier überraschend — auch an der besonderen Atmosphäre der Plätze. So kann das Publikum die Matches auf dem „Friedhof der Stars“ sogar noch stehend verfolgen.
Ein letztes Aufbäumen des ehemalige „Zweiers“ ist im Londoner Bezirk SW19 in diesem Jahr jedenfalls zu erwarten. Das erste Opfer forderte er bereits am ersten Turniertag. Queens-Finalist James Blake (USA) darf nach seiner Dreisatz-Pleite gegen den Italiener Andrea Seppi die Heimreise antreten. Tommy Haas erzitterte ebenfalls zumindest einen Durchgang vor dem Mythos, drehte die Partie gegen Alexander Peya (Österreich) und muss nun am Dienstag beim Stand von 6:7, 7:6, 6:3 und 4:4 in die Verlängerung.
Dort ist er in bester deutscher Gesellschaft. Mit Nicolas Kiefer und Julia Goerges spielen zwei Landsleute ebenso auf dem „Friedhof der Stars“. Und zumindest Goerges hofft in ihrer Begegnung mit Jelena Jankovic (Serbien) auf ein weiteres Kapitel der langen Geschichte von überraschenden Favoritenstürzen.
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