Zensursula und Medienschelte

Einige Behaup­tun­gen der Fami­li­en­mi­nis­te­rin von der Leyen ent­pup­pen sich bei Über­prü­fung als unwahr. Selbst wenn man ihr Unkennt­nis und guten Wil­len attes­tiert, nötigt das Aus­maß, in dem Unwahr­hei­ten im öffent­li­chen Dis­kurs von den tra­di­tio­nel­len Medien unwi­der­spro­chen blei­ben, stau­nen­des Kopf­schüt­teln ab. Poli­ti­sche Debat­ten sind zur Showver­an­stal­tung ver­kom­men. Zumin­dest in die­sem Punkt erin­nert die aktu­elle Situa­tion stark an das Ver­sa­gen des poli­ti­schen Dis­kur­ses vor dem Irak­krieg in den USA, das auch eine Medi­en­krise war. Alte und neue Medien müs­sen sich in Deutsch­land zusam­men­rau­fen, statt die Feh­ler der ame­ri­ka­ni­schen Medi­en­land­schaft zu wie­der­ho­len. Die Kon­text­schmiede lie­fert einen pole­mi­schen Ein­wurf zum Zustand der Medien in der Zensurdebatte.

„Zen­sur­sula“ ist ein Schlag­wort, das die im Netz ange­regt geführte Debatte um Frei­heits­rechte, Kin­der­por­no­gra­fie und poli­ti­schen Aktio­nis­mus domi­niert. Eine zweite Debatte, die ähnlich rele­vant für den netz­in­ter­nen Dis­kurs ist, lässt sich mit dem Begriff „Holz­me­dien“ zusam­men­fas­sen. Die Neti­zens schimp­fen gerne auf die arri­vier­ten Medi­en­ver­tre­ter und ver­wech­seln manch­mal Selbst­re­fe­ren­zia­li­tät mit Rele­vanz.
Wenn spin doc­tors unwi­der­spro­chen die öffent­li­che Mei­nung mani­pu­lie­ren, kommt schlechte Poli­tik dabei her­aus.
Bei­den The­men­kom­ple­xen ist gemein, dass sie auf einer gesell­schaft­li­chen Spal­tung als Grund­an­nahme und Vor­aus­set­zung basie­ren: Wir gegen die. Neti­zens gegen Poli­ti­ker, neue Medien gegen alte Medien. Die tra­di­tio­nel­len Medien neh­men die Steil­vor­lage dank­bar auf: Statt sich als neu­tra­ler Ver­mitt­ler ver­schie­de­ner Gesell­schafts­ent­würfe zu begrei­fen, ver­stär­ken sie die Spal­tung. Der Eifer, mit dem der „Schmutz“ aus dem neuen Medium bekämpft wird, nimmt fast wahn­hafte Züge an.

Wer kämpft für Wahr­heit, wenn alle um Deu­tungs­ho­heit kämpfen?

Wenn man ver­sucht, „Zen­sur­sula“ und „Holz­me­di­en­schelte“ in einem Zusam­men­hang zu betrach­ten, kann man den Man­gel an gesell­schafts­über­grei­fen­dem Dis­kurs, den Man­gel an Ver­mitt­lung als ein ent­schei­den­des Defi­zit der aktu­el­len Medi­en­land­schaft aus­ma­chen. Alte wie neue Medien sind beide mehr damit beschäf­tigt, den gefühl­ten Kon­kur­ren­ten zu iso­lie­ren, als die Gesell­schaft als gan­zes mit Infor­ma­tion und deren Ein­ord­nung zu ver­sor­gen. In den Gra­ben­kämp­fen der Selbst­re­fe­renz ver­lie­ren beide den Anspruch aus den Augen, als „vierte Gewalt“ im Staat die Behaup­tun­gen der Mäch­ti­gen zu über­prü­fen und deren Hand­lun­gen zu hinterfragen.

Es fehlt der Wäch­ter der Wahr­heit, der für den wenig netz­af­fi­nen Durch­schnitts­bür­ger auch in den Abend­nach­rich­ten die Poli­ti­ker zur Auf­rich­tig­keit mahnt. Die Main­stream­me­dien wer­den so schnell auf einen Durch­lauf­er­hit­zer für die popu­lis­ti­schen Phra­sen des Poli­tik­be­triebs redu­ziert. Die wenig ver­brei­te­ten Stim­men, die von der Selbst­er­kennt­nis des Medi­en­be­triebs zeu­gen, schaf­fen es lei­der nicht über die Wahr­neh­mungs­schwelle, die einen öffent­li­chen Dis­kurs ermög­li­chen würde. Was es nicht in die Tages­schau und auf die Titel­sei­ten schafft, erreicht den Dur­schnitts­bür­ger kaum.

Kri­ti­sche Bericht­er­stat­tung, wie sie ein Maga­zin wie Zapp exem­pla­risch lie­fert, wird von Poli­ti­kern igno­riert und fris­tet ein Nischen­da­sein. Unkri­ti­sche Foren wie die Polit­talks erlau­ben es den immer glei­chen Poli­ti­kern und Lob­by­is­ten, öffent­lich­keits­wirk­same Nebel­ker­zen zu zün­den. Als der schlecht infor­mierte Gut­ten­berg in der Tages­schau pau­schal alle Peti­ti­ons­zeich­ner zu Unrecht als Befür­wor­ter von Kin­der­por­no­gra­fie dif­fa­mierte, fehlte es an einer deut­li­chen Gegen­rede in der Sendung.

Wenn Gegen­mei­nun­gen unge­hört blei­ben, setzt sich Popu­lis­mus durch

Wäre es zuviel ver­langt, wenn ein Chef­re­dak­teur sich die höhere Tech­nik­kom­pe­tenz der Netz­ge­meinde als Aus­gangs­punkt für die eigene Recher­che zu nutze machte, statt ihr jeg­li­che Kom­pe­tenz abzu­spre­chen? Oder wie lässt sich erklä­ren, dass in der Dis­kus­sion um Kin­der­por­no­gra­fie der zeit­nahe Fak­ten­check von Fach­blät­tern wie der C’t und diver­sen Blog­gern kei­nen Ein­gang in die Fern­seh­nach­rich­ten fand und erst nach lan­gen Wochen und einer auf­merk­sam­keits­er­re­gen­den Peti­tion die Stimme der Netz­kom­pe­tenz Gehör fand? Warum muss die wenig medi­en­ge­stählte Initia­to­rin der Peti­tion gegen Netz­sper­ren im Inter­view die kri­ti­schen Rück­fra­gen stel­len, die der Bür­ger von den Pro­fis gleich zu Beginn der Debatte hätte erwar­ten dürfen?

Selbst­er­kennt­nis bedeu­tet nicht, sich in Selbst­re­fe­renz zu erge­hen. Es bedeu­tet, sich mit den The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, die man selbst zu den Lesern und Zuschau­ern trans­por­tiert. Es bedeu­tet, die Art, in der man diese The­men trans­por­tiert, zu hin­ter­fra­gen. Im Moment wer­den The­men jedoch nach Belie­ben von Poli­tik– und Wirt­schafts­grö­ßen in Talk­shows und Nach­rich­ten dik­tiert. So kommt es zu einer Situa­tion, in der Unwahr­hei­ten wie die von Frau von der Leyen kri­tik­los trans­por­tiert wer­den, statt sofort über­prüft zu wer­den.
Poli­ti­ker lügen. Für man­chen hei­ligt der Zweck die Mit­tel.
Die grö­ßere Ver­ant­wor­tung kommt dabei immer noch den alten Mas­sen­me­dien zu. Sie sind es, in denen Mei­nung gemacht wird. Mei­nungs­ma­che aller­dings ist zum ent­schei­den­den Instru­ment der Poli­tik gewor­den. Poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen sind nur noch mög­lich, wenn sie auf dem Rücken der Sau aus­ge­tra­gen wer­den, die gerade durchs Dorf getrie­ben wird. Um so mehr drängt es Poli­ti­ker ins Ram­pen­licht. Umso stär­ker wird die Nei­gung, Unwahr­hei­ten zu ver­kün­den, um des Vol­kes Mei­nung im eige­nen Sinne zu beein­flus­sen. Gerade vor Wah­len wer­den popu­läre The­men gesucht, mit denen man poli­ti­sche Geg­ner in die Enge trei­ben kann, und es wer­den hoch­tra­bende Ver­spre­chen von der Hab­werts­zeit einer Wahl­kampf­kam­pa­gne gemacht.

Die Nei­gung zur Unwahr­heit ist Sys­tem­be­dingt. Manch­mal zei­gen sich poli­tisch inter­es­sierte und vom Poli­tik­be­trieb ent­täuschte Neti­zens über­rascht, wie ver­nünf­tig ein Poli­ti­ker im Gespräch erscheint, wenn nur die Kame­ras und Mikro­fone abge­schal­tet sind. Poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen aber sind im höchs­ten Maße abhän­gig von der media­len Prä­senz ihres The­mas. Weil nur sol­che The­men in Poli­tik umge­setzt wer­den kön­nen, die markt­schreie­risch auf die Titel­sei­ten und Fernsehtalk-​​Sessel gedrückt wer­den, ist die Ver­su­chung groß, nicht immer bei der Wahr­heit zu blei­ben. Der Zweck hei­ligt die Mit­tel. Um so wich­ti­ger wäre eine Eman­zi­pa­tion der mei­nungs­füh­ren­den Medien von den Mei­nungs­ma­chern. Gerade, wenn die Beliebt­heits­werte der weni­gen unan­ge­pass­ten Poli­ti­ker zei­gen, dass die Bür­ger sich gera­dezu nach unbe­que­men Wahr­hei­ten sehnen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel — aus der Rück­schau lernen

Jetzt erst, nach der ers­ten öffent­lich wahr­ge­nom­me­nen Schlacht im „wir gegen die“, dem Kampf gegen die Zen­sur und gegen das Poli­ti­kesta­blish­ment, wun­dern sich die Neti­zens ver­stärkt, wie leicht die Fami­li­en­mi­nis­te­rin damit davon kommt, Unwahr­hei­ten zu instru­men­ta­li­sie­ren. Sie soll­ten in ihrer Ver­wun­de­rung nicht allein blei­ben: Nach Jah­ren der »Sabine Chris­ti­an­se­ni­sie­rung« der Poli­tik, in denen Fern­se­hen aber auch Print immer häu­fi­ger ein will­fäh­ri­ges Forum für poli­ti­sche Schein­de­bat­ten bie­ten, ähnelt die Situa­tion der deut­schen Medien in man­chen Punk­ten der Situa­tion des Medi­en­ver­sa­gens in den USA. Wenn spin doc­tors unwi­der­spro­chen die öffent­li­che Mei­nung mani­pu­lie­ren, kommt schlechte Poli­tik dabei heraus.

In den USA hat es vor ein paar Jah­ren ein poli­ti­scher Hof­narr geschafft, als Clown unbe­queme Wahr­hei­ten zu ver­kün­den und damit den Fin­ger in die Wunde zu legen. Auch wenn sich die deut­sche Dis­kus­si­ons­kul­tur grund­sätz­lich von der ame­ri­ka­ni­schen unter­schei­det, erin­nern die Defi­zite, die Jon Ste­wart bei sei­nem Besuch einer poli­ti­schen Talk­show auf CNN scho­nungs­los ansprach, frap­pie­rend an die aktu­elle Situa­tion in Deutsch­land. „Poli­ti­ker lügen. Sie tun es, weil sie nie­mand für ihre Lügen zur Ver­ant­wor­tung zieht. Diese Auf­gabe käme der Bericht­er­stat­tung zu. Die Fern­seh­de­bat­ten mit Poli­ti­kern als ehr­li­che Debat­ten zu bezeich­nen, ist, als würde man Pro-​​Wrestling mit ech­tem Sport verwechseln.“

Die Deut­sche Fern­seh– und Pres­se­land­schaft ist zwar immer noch deut­lich dif­fe­ren­zier­ter, als es zu Zei­ten des „wir gegen die“-Wahlkampfs in den USA der Fall war. Zei­ten, in denen fal­sche Infor­ma­tio­nen und abwe­gige Inter­pre­ta­tio­nen legi­ti­ma­to­ri­sche Grund­lage des zwei­ten Irak­kriegs wer­den konn­ten. Das Aus­maß der immer wäh­ren­den Skan­da­li­sie­rung, der Abkehr von dif­fe­ren­zier­ter Betrach­tung in Deutsch­land aber ist bestür­zend. Popu­lis­ti­sche Aus­sa­gen wer­den vom Main­stream zumin­dest bei netz­af­fi­nen The­men erst hin­ter­fragt, wenn sie von hys­te­ri­schem Pro­test­ge­brüll einer bür­ger­rechts­be­weg­ten Gesell­schafts­schicht beant­wor­tet wer­den. Viel­leicht wäre ein Anfang gemacht, wenn neue und alte Medien sich zusam­men rau­fen wür­den und ihrer Rolle als gesell­schaft­li­cher Ver­mitt­ler nach­kä­men. Dann könn­ten sie sich gemein­sam daran machen, Unstim­mig­kei­ten in den Aus­sa­gen der Poli­ti­ker in die Tages­schau zu bringen.

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  • Jens sagt:

    Mich würde ja schon inter­es­sie­ren, wo das »hys­te­ri­sche Pro­test­ge­brüll einer bür­ger­rechts­be­weg­ten Ge­sell­schafts­schicht« gewe­sen ist. Ich habe in die­ser digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­tion neben den Medien vor allem dif­fe­ren­zierte und ziem­lich genaue Ana­ly­sen und sach­lich, recht­lich und sta­tis­tisch akri­bi­sche Gegen­dar­stel­lun­gen gele­sen sowie eine Bereit­schaft zur Poli­ti­sie­rung wie schon lange nicht mehr. Hys­te­rie ist für mich etwas unsach­li­ches und kurz­le­bi­ges. Genau das aber fin­det sei­tens der Netz­ak­ti­vis­ten ja gerade nicht statt.

    • erz sagt:

      Ich wünschte du hät­test recht — und stimme dir in einem Punkt gerne zu: Es gab wun­der­bar dif­fe­ren­zierte und sach­li­che, akri­bisch recher­chierte Gegen­ana­ly­sen im Netz zu fin­den. Aber es gab eben auch Kampf­be­griffe wie »Zen­sur­sula« und in Agres­sion umschla­gende Frus­tra­tion, nicht vom Main­stream gehört, wenn schon nicht akzep­tiert zu werden.

      Lei­der wird die Netz­de­batte genau so Opfer der Skan­da­li­sie­rung, wie andere Nach­rich­ten auch: Über die schril­len Stim­men, die krass und dra­ma­tisch sind, wird berich­tet. Der von uns bei­den beob­ach­tete Dis­kurs, der sich teil­weise durch hohe Kom­pe­tenz aus­zeich­nete, hat die Wahr­neh­mungs­schwelle der netz­fer­nen Bevöl­ke­rung erst sehr spät, wenn über­haupt über­schrit­ten. Und er tat es lei­der auch in Form der Frus­tra­tion, die sich unter den Neti­zens auf­ge­staut hatte.

      Nach­hal­tig­keit ver­misse ich übri­gens gerade in der Netz­de­batte schon, wenn sich nach nur einer Euro­pa­wahl und einer Peti­tion der Hype um die Pira­ten­par­tei als sol­cher ent­puppt. Jeden­falls drängt sich mir die­ser Ein­druck auf, wenn ich die Ent­täu­schung in den Kom­men­ta­ren bei Fixmbr oder Netz­po­li­tik lese, wo sich einige schon wie­der von der Par­tei und aus der Debatte ver­ab­schie­den. Die Vodafone-​​Kampagne als neues Buz­z­thema tut ihr übri­ges. Natür­lich gibt es da wei­ter­hin Stim­men der Ver­nunft, aber Hys­te­rie finde ich im Netz doch auch an vie­len Stel­len. Ich finde, das sollte man nicht schön­re­den — im Netz sind halt auch nur Men­schen unterwegs.

  • Jonathan sagt:

    Sehr schö­ner Kom­men­tar. Ich stimme Dir eigent­lich voll und ganz zu. Nur diese Ergänzung:

    Du hast natür­lich Recht, dass den offi­zi­el­len Medien mehr Ver­ant­wor­tung zukommt. Ande­rer­seits hat sich die Netz­ge­meinde inzwi­schen selbst so sehr in die Pflicht genom­men, und als bes­sere Welt pro­pa­giert, dass man den Vor­wurf wohl genau so hart in ihre Rich­tung machen muss.

    Ich habe nur SEHR wenige gute recht­li­che Ana­ly­sen zu »Zen­sur­sula« gele­sen. Das Schlag­wort selbst spricht Bände. Eine angeb­li­che Meinungsfreiheits-​​Verletzung wird instru­men­ta­li­siert, um eine gute (!) Sache zu unter­stüt­zen. Dabei lagen die wirk­li­chen recht­li­chen Beden­ken nie bei Arti­kel 5. Es ging um Län­der­kom­pe­tenz und Gewal­ten­tei­lung.
    Inso­fern hat sich die Bewe­gung aus dem Netz schon in ihrem Fin­dungs­thema selbst kor­rum­piert. Der Anspruch, die bes­sere Demo­kra­tie im Netz auf­zu­bauen, da hier das rich­tige Wis­sen durch Par­ti­zi­pa­tion aller an die Ober­flä­che gelange — die­ser Anspr­cuh scheint mir uner­füll­bar. LEIDER.

  • […] Lesens­wer­ter Bei­trag in der kon­text­schmiede: Einige Be­haup­tun­gen der Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin von der Leyen ent­pup­pen sich bei Über­prü­fung als unwahr. Selbst wenn man ihr Un­kennt­nis und guten Wil­len at­tes­tiert, nötigt das Aus­maß, in dem Un­wahr­hei­ten im öf­f­ent­li­chen Dis­kurs von den tra­di­tio­nel­len Medien un­wi­der­spro­chen blei­ben, stau­nen­des Kopf­schüt­teln ab. […]

  • N.M. sagt:

    Manch­mal zei­gen sich poli­tisch inter­es­sierte und vom Poli­tik­be­trieb ent­täuschte Neti­zens über­rascht, wie ver­nünf­tig ein Poli­ti­ker im Gespräch erscheint, wenn nur die Kame­ras und Mikro­fone abge­schal­tet sind.

    Das mag über­ra­schen, macht die betref­fen­den Poli­ti­ker aber eigent­lich nur noch uner­träg­li­cher. Wer sich auf die­ses doofe Spiel der­ar­tig ein­läßt und sich auf solch eine Weise der Medien bedient, han­delt wider­wär­tig und ist nicht Opfer son­dern För­de­rer des beklag­ten Zustandes.

  • […] wir eine #Medi­en­krise? Keine ähnli­che Bei­träge gefun­den. Keine Kom­men­tare (Kom­men­tar schrei­ben) « Tauss | […]

  • […] der Kon­text­schmiede gibt es mit Zen­sur­sula und Medi­en­schelte der im Rah­men der Netzsperren-​​Diskussionen die Rolle der Medien ana­ly­siert. Wirk­lich interessant […]

  • Sebastian sagt:

    In einem Zapp-​​Beitrag wird eine Ber­li­ner Polit­jour­na­lis­tin zitiert, die sagt:

    Der Mehr­wert besteht ein­fach darin, dass wir die Wahr­heit erfah­ren und die dann, so bit­ter es für man­che auch ist, nicht schrei­ben oder senden.

    Poli­ti­ker und Jour­na­lis­ten sind sich gegen­sei­tig will­fäh­ri­ges Instru­ment. Das ist der Deal. Der Jour­na­list braucht in ers­ter Linie nicht Wahr­heit, son­dern Con­tent, der Poli­ti­ker nicht Wahr­heit, son­dern Prä­senz. Der »Mehr­wert« ist einer für diese bei­den Lager, nicht für die Öffent­lich­keit. Ich glaube kaum, dass viele tra­di­tio­nelle Jour­na­lis­ten die­sen Deal kün­di­gen wer­den, um mit Blog­gern zusam­men­zu­ar­bei­ten. Eine Chance auf Ver­än­de­rung sehe ich eher in der Mög­lich­keit, dass irgend­wann genug Druck von außen kommt, dass die brei­tere Öffent­lich­keit die klare Bot­schaft sen­det, sich die­ses Trau­er­spiel nicht mehr bie­ten las­sen zu wol­len. Um die­sen Druck auf­zu­bauen und die Bot­schaft zu arti­ku­lie­ren, ist eine kon­fron­ta­tive Hal­tung der neuen zu den Holz­me­dien viel­leicht nötig — wobei ein pau­scha­les Ver­dam­men sicher kon­tra­pro­duk­tiv wäre.

    Zei­tun­gen haben immer noch eine Auto­ri­tät, die man kaum zu hoch ein­schät­zen kann. In der FAZ steht heute noch, nach der Peti­tion, nach der Wider­le­gung der immer neuen Lügen, viele Wochen nach dem Fak­ten­check der c’t, dass die Peti­ten­ten ein­fach irra­tio­nale Schrei­hälse seien, die nichts ver­stan­den hät­ten und den auf­rich­ti­gen Kampf gegen Kin­der­por­no­gra­phie tor­pe­die­ren wür­den. Sie wer­den dort mit Kin­dern ver­gli­chen, die die Erwach­se­nen nicht in ihr Baum­haus las­sen wol­len. Das war vor andert­halb Wochen in der Sonn­tags­aus­gabe, auf der Dop­pel­seite 2 und 3. Da inter­es­siert sich schlicht und ein­fach kei­ner für die Wahrheit.

  • Feder & Herd sagt:

    DJV hechelt hinterher…

    Nach der Ham­bur­ger Erklä­rung muss nun …

  • […] Frau­en­be­auf­tragte Shock hor­ror news­flash: the con­su­mer is chan­ging! Es reicht! instruc­tions?????? Zen­sur­sula und Medi­en­schelte Post­skrip­tum zur Pira­ten­dis­kus­sion Haus­halts­pla­nung Mehr Blü­ten, aber weni­ger Scha­den PlayStation […]

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  4. Feder & Herd sagt:

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    Nach der Ham­bur­ger Erklä­rung muss nun …

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