Mal was Gutes tun

Im Winter können wir uns regelmäßig vor Spendenaufrufen kaum retten. Angesichts des überbordenden Elends in der Welt und der gleichzeitigen Kommerzialisierung von Wohltätigkeitsorganisationen mag sich mancher in Zynismus flüchten. Ich möchte mich an dieser Stelle gegen den Zynismus aussprechen und anmerken, dass bei mittlerweile 7 Milliarden Menschen mehr denn je Solidarität und Empathie die entscheidenden Währungen der gegenseitigen Unterstützung sind. Wir alle können einander auf die ein oder andere Weise helfen.

Ich habe für mich ein paar Projekte entdeckt, in denen ich mit meinem bescheidenen Beitrag etwas ausrichten kann. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Bei einem dieser Projekte, für die UNESCO Stiftung Bildung für Kinder in Not, habe ich kürzlich inhaltliche Schützenhilfe geleistet. Die Arbeit habe ich als Video aufbereitet, damit ich die enthaltene Botschaft weiter verbreiten kann. Ich hoffe, ich kann damit meinem Publikum ein wenig Mut machen. Es lohnt sich, zu helfen, egal, was Ihr konkret in Angriff nehmt. Gemeinsam können wir viel bewegen. Also los, packen wir’s an!

Krimispiel: Das schmutzige Spiel der feinen Gesellschaft.

Das auf dieser Seite eingebettete Dokument ist eine Anleitung samt Spielzubehör für ein Detektivspiel, das auf privaten Parties mit 26 Gästen gespielt werden kann. Nachdem ich bei der Suche nach einem solchen Spiel zu keinem befriedigenden Ergebis kam, habe ich kurzerhand selbst eines geschrieben. Es steht zum Download zur Verfügung, falls noch jemand anderes eine Krimiparty in dieser Größenordnung selbst organisieren möchte.

Außerdem ist es eine Übung in angewandter Gameification – dieses Buzzword bekommt in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Sinnvoll verwendet beschreibt es einen Ansatz, wie sich Regelsysteme aus Spielwelten zur Motivation bestimmter Nutzerhandlungen im Designprozess integrieren lassen. Wenn es mehr sein soll als überflüssige Punktehatz, müssen natürlich auch grundlegende Erkenntnisse verarbeitet werden, wie Spiele überhaupt funktionieren; wie intrinsische Motivation von Spielern sich in interaktiven Modellen auswirkt und durch Regeln steuern lässt.

Diese theoretischen Überlegungen können allen Hobbydetektiven natürlich egal sein. Viel Spaß bei der Mörderhatz im eigenen Haus. […] → zu Ende lesen

Was ist eigentlich „kulturelle Identität?“

Die Integrationsdebatte in Deutschland tritt auf der Stelle. Nun ist Integration auch kein einfaches Thema. Nicht, weil die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme so komplex wären. Sie sind nicht komplizierter als die meisten anderen gesellschaftlichen Probleme. Kompliziert ist heutzutage scheinbar jedes Problem und befriedigende Lösungen sind ohnehin nicht die Stärke des politischen Betriebes. Trotzdem finden in den anderen Debatten die betroffenen Teilnehmer der Gesellschaft statt, selbst wenn sie nur wütenden Protest beitragen können. Die von der Integrationsdebatte betroffenen Mitglieder finden in der Debatte um ihre ureigenen Interessen aber nicht statt.

Die Integrationsdebatte tritt auf der Stelle, weil die Bewertung dieser Probleme so fundamental mit den persönlichen Vorstellungen von Kultur verknüpft ist, dass sich die meisten Diskussionsteilnehmer einer kritischen Überprüfung dieser Vorstellung verweigern – das würde nämlich einer kritischen Überprüfung des eigenen Identitätsentwurfs erschreckend nahe kommen. Und wer hinterfragt seine Überzeugungen schon gern? Die von der Integrationsdebatte betroffenen Menschen sind jedenfalls nicht irgendwelche Ausländer. Die Menschen, um die es in dieser Debatte eigentlich geht, sind wir. Es sind wir alle, die wir Mitglieder dieser Gesellschaft sind. […] → zu Ende lesen

Das Werkzeug ist nicht das Medium

Der Begriff „Medium“ wird in vielen verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Nicht selten kommt es dabei zu Mißverständnissen und fehlgeleiteten Annahmen über das Wesen von Kommunikation. Speziell die Vereinnahmung der Begriffe „Medien“ und „Kommunikation“ durch Publizistik und PR trübt den Blick darauf, wie Bedeutung zwischen Menschen übertragen wird, wenn es nicht gerade darum geht, Inhalte oder das Image eines Unternehmens zu verkaufen.

Wenn wir uns nur Epiphänomene der Kommunikation ansehen, weil wir zu sehr darauf fokussiert sind, welche Akteure sich im gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess positionieren, verstehen wir nie die zugrunde liegenden Wirkmechanismen und gelangen schnell zu falschen Verallgemeinerungen. Der Diskurs über neue Medien ist selbst ein gutes Beispiel dafür, wie Distributionskanäle und Medium in einen Topf geworfen werden. […] → zu Ende lesen

Was ist eigentlich „Liquid Democracy?“

Die Menschen in Deutschland diskutieren wieder über Politik und Demokratie. Darf es etwas mehr Bürgerbeteiligung sein? Wie vertragen sich direktdemokratische Ansätze mit einer modernen, pluralistischen Gesellschaft?  Solche und andere Fragen ergeben sich schnell in den Diskussionen über Bürgerentscheide im europäischen Umfeld und in den Bundesländern. Bürger bestimmen selbst, mit welchen Gesellschaftsschichten ihre Kinder möglichst kurzfristigen Kontakt haben sollen oder wie tolerant sie im Umgang mit gesundheitsschädlichen Lastern sein wollen.

Nach und nach verbreitet sich außerdem die Erkenntnis, dass sich unsere  politische Gesellschaft zwar stets in kleinen Schritten, aber doch maßgeblich verändert hat. Frau Merkel konstatierte in einem Interview die Fragmentierung der Öffentlichkeit:

Es gibt nicht mehr nur eine Öffentlichkeit, sondern viele Öffentlichkeiten, die ganz verschieden angesprochen werden müssen. […] → zu Ende lesen

WM-Taktikbericht: Ein Zwischenfazit

Zur WM habe ich mich auf taktische Varianten gefreut und auf Innovationen durch Exoten gehofft. Anders als es die fast durchweg negativen Bewertungen der Vorrunde durch die Sportberichterstattung erwarten ließen, bin ich nicht enttäuscht: Eine Formation entwickelt sich spätestens mit diesem Turnier vom Trend zum Standard, woraufhin neue Formationen erst richtig spannend werden – und ein paar dieser Versuche, dem Standard ein Schnippchen zu schlagen waren geradezu spektakulär. […] → zu Ende lesen



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