Zwei Seelen in Fortunas Brust

Zwei Seelen in Fortunas Brust

Seit Beginn des Jahres 2009 läuft in Köln ein basisdemokratisches Experiment. Die Anhänger von Fortuna Köln können auf der Plattform deinfussballclub.de (DFC) die Belange des Vereins mitbestimmen. Tausende klickender Co-Trainer, die der in der NRW-Liga angekommenen Fortuna einen Geldsegen bescherten – und damit den Traum von der Rückkehr in den Profi-Fußball. Doch knapp ein halbes Jahr nach dem Start des Projektes mehren sich rund um das Kölner Südstadion die Fragezeichen.

Vom Muster der Eckfahne bis zur Mannschaftsaufstellung bestimmen die Fans die Geschicke des Vereins. Zumindest diejenigen, die sich als Investoren am Projekt beteiligen. Dafür hat die zweite Kraft im Kölner Fußball ihre Satzung geändert, die erste Mannschaft in eine eigene Gesellschaft ausgelagert und 49 Prozent der Besitzanteile an den DFC übertragen. Rein rechtlich entscheidet zwar weiterhin der Verein, aber die Mitbestimmung ist ernst gemeint. „Das Projekt hat nur eine Zukunft, wenn wir Wort halten und die User ein 100-prozentiges Mitspracherecht haben“, kündigte Fortunas erster Vorsitzender Klaus Ulonska im Januar an.
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Kurioses aus dem Sommerloch: Valérien Ismaël

Die Sommerpause ist nicht nur den treusten Fußball-Anhängern ein Graus. Auch Spieler und Verantwortliche der Profi-Clubs wissen dann trotz U21-EM und Confed-Cup, die in diesem Sommer das schwarze Loch füllen, oftmals recht wenig mit sich anzufangen. Die fußballfreie Zeit kombiniert mit gelangweilten Journalisten fördert dabei so manche Kuriosität zu Tage. Die Kontextschmiede begleitet die Protagonisten der schönsten Nebensache der Welt zwischen den Fußballjahren.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Ganz besonders für die monatelang hart ackernden Fußballprofis. Klar, nach einer langen Saison ist der Akku leer und muss dringend aufgeladen werden. Was liegt da näher, als das gleißende Flutlicht der Bundesliga-Stadien gegen die warme Sonne der vermeintlich schönsten Strände der Welt einzutauschen? Franck Ribéry trägt in Marbella zwar nicht die neuste Badehose zur Schau, erholt sich aber sichtlich im Kreise seiner Familie. Tim Wiese genießt die UV-Strahlung mal nicht aus der Konserve, sondern im luxuriösen Dubai. Und Dieter Hoeneß macht einen letzten Rundgang durch Berlin. […] → zu Ende lesen

Kurioses aus dem Sommerloch: Peter Neururer

Die Sommerpause ist nicht nur den treusten Fußball-Anhängern ein Graus. Auch Spieler und Verantwortliche der Profi-Clubs wissen dann trotz U21-EM und Confed-Cup, die in diesem Sommer das schwarze Loch füllen, oftmals recht wenig mit sich anzufangen. Die fußballfreie Zeit kombiniert mit gelangweilten Journalisten fördert dabei so manche Kuriosität zu Tage. Die Kontextschmiede begleitet die Protagonisten der schönsten Nebensache der Welt zwischen den Fußballjahren.

Peter „Ihr könnt Eimer zum Kotzen mitnehmen“ Neururer, der von Beruf Schalke-Fan ist und bis zu seiner Berufung den MSV Duisburg trainiert, verbindet mehr mit Ned Flanders als nur ein gottgegebenes Maß an Rechtschaffenheit, ein Talent für dudeldidenkwürdige Aussprüche und die Charakterstärke, zu seinen Überzeugungen zu stehen. Nein, Peter Neururer ist womöglich auch noch in der gleichen geheimen Bruderschaft wie Ned. Zumindest erhärtet ein Ereignis diesen Verdacht, das der Kontextschmiede aus seriöser Quelle zugespielt wurde:
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Kurioses aus dem Sommerloch: Dieter Hoeneß

Die Sommerpause ist nicht nur den treusten Fußball-Anhängern ein Graus. Auch Spieler und Verantwortliche der Profi-Clubs wissen dann trotz U21-EM und Confed-Cup, die in diesem Sommer das schwarze Loch füllen, oftmals recht wenig mit sich anzufangen. Die fußballfreie Zeit kombiniert mit gelangweilten Journalisten fördert dabei so manche Kuriosität zu Tage. Die Kontextschmiede begleitet die Protagonisten der schönsten Nebensache der Welt zwischen den Fußballjahren.

Dieter Hoeneß ist Fußball-Manager durch und durch. 13 Jahre lang leitete er die Geschicke der Berliner Hertha durch alle Höhen und Tiefen, die solch ein Hauptstadt-Club mit sich bringt. Nach den verlorenen Machtkämpfen mit Trainer Lucien Favre und Präsident Werner Gegenbauer kann sich Hoeneß nun endlich einmal Zeit für sich nehmen. Und hat auch schon eine Idee, was mit dem ungewohnten Freiraum anzustellen ist. In 13 Jahren Hauptstadt-Arbeit schaffte es der gebürtige Ulmer nämlich nie, die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen. Nun möchte Hoeneß mit seiner Frau „Berlin erkunden“.

Kein Problem Herr Hoeneß! Die Kontextschmiede stellt Ihnen gerne speziell ausgewählte und äußerst sehenswerte Plätze zusammen, damit Sie vor Ihrem Umzug nach München die Bundeshauptstadt und ihre Umgebung endlich richtig kennen lernen können.
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Kurioses aus dem Sommerloch: Rob Friend & Hugo Almeida (Update)

Die Sommerpause ist nicht nur den treusten Fußball-Anhängern ein Graus. Auch Spieler und Verantwortliche der Profi-Clubs wissen dann trotz U21-EM und Confed-Cup, die in diesem Sommer das schwarze Loch füllen, oftmals recht wenig mit sich anzufangen. Die fußballfreie Zeit kombiniert mit gelangweilten Journalisten fördert dabei so manche Kuriosität zu Tage. Die Kontextschmiede begleitet die Protagonisten der schönsten Nebensache der Welt zwischen den Fußballjahren.

Rob Friend trifft es derzeit richtig hart. Erst eine mysteriöse Fersenverletzung, jetzt der Einbruch in seinem Anwesen in Windberg bei Mönchengladbach. Nach gründlicher Inspektion der Villa fuhren die Diebe mit beiden Münchener Nobelkarossen des Borussen-Stürmers davon. Friend urlaubt gerade mit seiner hochschwangeren Frau und muss sich nun neben seiner Genesung und dem Wohl seiner Kleinfamilie auch um die neue Einrichtung seines Eigenheimes sowie ein neues Auto kümmern.

Hugo Almeida, Stürmerkollege aus Bremen hätte ihm da einen hilfreichen Tipp geben können. Der Mann mit dem linken Hammer orderte vorsorglich ein Umzugs-Unternehmen, dass sein Hab & Gut fein, säuberlich verpackte und nach Porto verschiffte. Inklusive Ferrari. Was nun insgesamt teurer ausfällt – die Wohnungseinrichtung und ein Neuwagen bei Familie Friend oder der Hin- und Rück-Transport des portugisischen Hausstandes – ist herzlich egal. Zumindest Hugo Almeida.

Update 17.06. 23:10

Boubacar Sanogos Aufenthalt in Hoffenheim hat ihn sportlich nicht weiter nach vorn gebracht. Wäre er da doch lieber auf der Bremer Tribüne geblieben. Vielleicht hätte er sich an Hugo Almeida ein Beispiel genommen und sein Hab & Gut in die Heimat an der Elfenbeinküste verschifft. Zurück in der Hansestadt muss er nun mit der Ersatzbank und einem leer geräumten Haus leben.

Taktiktafel – Klinsis Defensive

Die Debattierkultur, die sich rund um den Fußball entspinnt, wird in Deutschland immer noch von unhinterfragten Autoritäten bestimmt. Deren fachliche Qualität ist leider nicht notwendigerweise so hoch wie ihre Popularität. Der Stammtisch dominiert den Diskurs. Es ist zum Beispiel immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Löw als Taktikguru und Klinsmann als Motivator eingeordnet werden. Solche Bewertungen werden in der Stammtischdebatte aber nicht als Einschätzungen geäußert, sondern vielmehr mit dem Anspruch, Fakten zu verkünden.

Nur mal so als Denkanstoss – was die taktische Ausrichtung auf einen Gegner angeht wird sicherlich Urs Siegenthaler Zeit seines Amtes in der Nationalmannschaft ein gewichtiges Wort mitreden. Das ist nicht alles nur am Löw festzumachen, das war immer schon ein Team von Sachverständigen, die sich beraten. Da hatte als Bundestrainer Jürgen Klinsmann sicherlich das letzte Wort, wenn er als Hauptverantwortlicher den Kopf hinhalten musste.

Update 11.6. 00:00

Dieser Text ist ursprünglich ein Kommentar bei Allesaussersport gewesen und wurde von mir kaum modifiziert sondern nur mit einer Einleitung versehen. Trotzdem ist der Artikel für das Umfeld der Kontextschmiede recht kontextfrei – er steht in dieser Form in erster Linie aus nostalgischen Gründen auf der Seite. Ich verspreche, die weiteren Fußballartikel mit deutlich originellerem und hoffentlich auch sorgfältiger formuliertem Inhalt zu füllen. Weitere Abrechnungen mit dem Stammtisch werden in naher Zukunft folgen.

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