Culinary Short Cuts: Die Schokobombe

Ich sage es frei heraus: Backen ist nicht meins. Irgendwie fehlt mir das direkte Feedback, die Möglichkeit, abschmeckend in den Garprozess eingreifen zu können. Wenn das Backgut erst im Ofen ist, ist es zu spät für Korrekturen. Dementsprechend muss sich der geneigte Hobbykoch in Dessertfragen geradezu sklavisch an die Mengenangaben aus dem Rezeptbuch halten. Wohl dem, der eine auf das Mikrogramm geeichte Küchenwaage hat.

Dummerweise gehört zu einem vollendeten Menü auch ein Nachtisch. Außerdem gibt es immer wieder Gelegenheiten, zu denen man einen Kuchen beisteuern soll. So lange Kalorien oder Kakaoallergie kein einschränkender Faktor sind, ist das folgende Rezept die Geheimwaffe der Backmuffel. Alle Zutaten können mit Hohlmaßen wie Esslöffel oder Tassen „abgewogen“ werden oder einfach nach Augenmaß vermengt. Wenn der geneigte Leser oder die Leserin sich nur ein Dessertrezept aneignen möchte, dürfte dieses das passende sein.

Die Schokobombe ist ein Paradebeispiel für die „Culinary Short Cuts,“ die Abkürzungen, die sich auf dem Weg zu leckerem Essen bieten. Einzelne Zutaten kann man sehr gut durch hochwertigere Pendants ersetzen, zum Beispiel das Vanillearoma aus dem Video durch frische Vanilleschoten. Aber wenn es mal schnell und einfach gehen soll, greift man gern auf das konveniente Angebot des nächsten Supermarktes zurück. Hier also das Dessertrezept mit dem höchsten „Return On Investment“:

  • 1/2 Tasse Zucker
  • 4 EL Mehl
  • 1 EL Kakao
  • 1 Prise Salz

werden untergerührt in die im Wasserbad zerlassene und verquirlte Menge von

  • 1 Tafel dunkle Kouvertüre (200g)
  • 2 Riegel edler Zartbitterschokolade
  • 4 Eier
  • 1 Päckchen Vanillearoma
  • 1 halbes Paket Butter (125g)

Die gut verrührte Schokomasse wird etwas abgekühlt in eine gebutterte, mit Kakaopulver bestäubte Muffinform verteilt und schließlich bei ca. 130 Grad im vorgeheizten Ofen 15 Minuten gebacken. Guten Appetit.

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