Kurioses aus dem Sommerloch: Valérien Ismaël

Die Sommerpause ist nicht nur den treusten Fußball-Anhängern ein Graus. Auch Spieler und Verantwortliche der Profi-Clubs wissen dann trotz U21-EM und Confed-Cup, die in diesem Sommer das schwarze Loch füllen, oftmals recht wenig mit sich anzufangen. Die fußballfreie Zeit kombiniert mit gelangweilten Journalisten fördert dabei so manche Kuriosität zu Tage. Die Kontextschmiede begleitet die Protagonisten der schönsten Nebensache der Welt zwischen den Fußballjahren.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Ganz besonders für die monatelang hart ackernden Fußballprofis. Klar, nach einer langen Saison ist der Akku leer und muss dringend aufgeladen werden. Was liegt da näher, als das gleißende Flutlicht der Bundesliga-Stadien gegen die warme Sonne der vermeintlich schönsten Strände der Welt einzutauschen? Franck Ribéry trägt in Marbella zwar nicht die neuste Badehose zur Schau, erholt sich aber sichtlich im Kreise seiner Familie. Tim Wiese genießt die UV-Strahlung mal nicht aus der Konserve, sondern im luxuriösen Dubai. Und Dieter Hoeneß macht einen letzten Rundgang durch Berlin.

Wenn Ribéry vom Strand zurück kommt, schreibt sein Landsmann BerichteNicht jeder Fußball-Millionär liegt in der spielfreien Zeit auf der faulen Haut. Grundsolide und zielstrebig feilt der Wahldeutsche Valérien Ismaël an seiner Zukunft. In der Sparkasse Hannover lässt sich der Ex-Bayern-Spieler derzeit alle Tricks und Kniffe in den Bereichen Finanzen und Menschenführung beibringen. Trotz seines noch laufenden Vertrages bereitet der verletzungsgeplagte Hannoveraner Innenverteidiger so die Karriere nach der Karriere vor. Hinterm Kunden-Schalter der Sparkasse erwirbt Praktikant Ismaël Grundkenntnisse für seinen zukünftigen Job. Die dazugehörige Theorie studiert der Manager in spe an der Fachhochschule der niedersächsischen Landeshauptstadt. Viel zu tun, denn wenn Franck Ribéry vom Strand zurück kommt, schreibt sein Landsmann noch Praktikumsberichte.

Den Mittelweg zwischen Urlaubsstimmung und Arbeitsalltag wählte Felix Magath auf der Mango-Plantage seines Vaters in Puerto Rico. Ein Büro der sonnigen Art; kein Vergleich zum tristen Hannover. Dabei haben beide Arbeitsplätze durchaus Gemeinsamkeiten. „Es gibt immer eine kaufmännische Schmerzgrenze“, sagt Magaths Boss Clemens Tönnies. Das wird der Sparkassen-Direktor in Ismaëls Filiale wohl sofort unterschreiben.

Die Kommentare sind abgeschaltet.

  • gast sagt:

    Hehe, ob der den Kunden auch die Hand schüttelt? Was ein PR-Sunt. Da kann das lokale Autohaus in der Landesliga halt nicht gegen an…

  • gast sagt:

    Oder wird der gar von Sparkassenfiliale zu Filiale weitergereicht? Mit dem Sparkassenhubschrauber aus der Werbung.



  • Über uns

    Die Kontextschmiede ist eine Plattform für junge Autoren, auf der ein breites Spektrum von gesellschaftlich relevanten Themen abgedeckt wird. Die Beiträge sollen Zusammenhänge, Hintergründe und Analysen bieten und Inhalte stets in einen Kontext einbetten, der neue Perspektiven eröffnet.

↑ Springe zum Seitenanfang

An der Technik der Kontextschmiede wird beständig gefeilt. Für Fehler bitten wir um Nachsicht. © Kontextschmiede