The Championships – Viertelfinalgeschichten

Die vier Halbfinalisten der Herrenkonkurrenz in Wimbledon stehen fest. Interessante Begegnungen sahen die Zuschauer im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ in der Runde der letzten Acht. Die Kontextschmiede erzählt die Viertelfinalgeschichten des wichtigsten Tennis-Turnieres des Jahres. Mit dabei ein Deutscher Routinier, ein Schweizer Dominator, ein US-Amerikanischer „Hau-Drauf“ und ein Britischer Lokalmatador.

Aus deutscher Sicht die Top-Nachricht vorne weg. Tommy Haas bezwang zum zweiten Mal in dieser Rasensaison die serbische Nummer vier der Weltrangliste Novak Djoković. Beinahe zwei Sätze spielte Haas dabei auf Top-Niveau und leistete sich erst im Tie-Break des zweiten Durchganges den ersten kleinen Hänger, der bis zum vierten Satz dauern sollte. Nach 2:44 Stunden musste Djoković jedoch die spielerische Überlegenheit des 31-Jährigen anerkennen. Haas ist somit nach Boris Becker, Michael Stich und Rainer Schüttler der vierte Deutsche in der open era, der es bis ins Halbfinale in Wimbledon geschafft hat.

Dort wartet nun der Topfavorit aller Wettbüros. Roger Federer ist derzeit nicht zu stoppen. Auch Aufschlagriese Ivo Karlović hatte gegen den fünffachen Champion nichts auszurichten. Ohne Aufschlagverlust ging der 2,08 Meter-Mann ins Viertelfinale, musste jedoch bereits nach wenigen Minuten feststellen, dass diese Bilanz gegen Federer nicht zu halten ist. Zwei Breakbälle ließ der Kroate im Spiel zu. Zweimal schlug der Schweizer eiskalt zu. Federer antizipierte Karlovićs schnelle und vor allem steil geschlagene Aufschläge besser als jeder Gegner vor ihm. Das eröffnete mehr Chancen auf einen wirkungsvollen Return. Pech für Karlović, der mit einer anderen Auslosung sicherlich noch für Furore hätte sorgen können.

An Spannung kaum zu überbieten war die Begegnung zwischen Lleyton Hewitt, neben Federer der einzig aktive Wimbledon-Sieger, der in diesem Jahr am Start war, und Andy Roddick. Hewitt hatte die Möglichkeit, für eine weitere Überraschung zu sorgen, scheiterte letztlich aber an der eigenen Fehlerquote. Der zweimalige Finalist Roddick muss sich in seinem Halbfinale allerdings mächtig steigern, um erneut um den Titel im Londoner Bezirk SW19 mitspielen zu können.

Denn in der Vorschlussrunde tritt der Amerikaner nicht nur gegen Andy Murray an, sondern auch gegen 15.000 enthusiastische Fans, die nach einem Endspiel mit britischer Beteiligung gieren. Murray hatte gegen Juan Carlos Ferrero die wenigsten Probleme aller Viertelfinalgewinner. Der spanische French Open-Champion aus dem Jahr 2003 rechtfertigte mit einem starken Turnier allerdings seine Wild-Card und gehört mittlerweile zu den Routiniers, die mit ihrer Erfahrung immer für eine Überraschung auf Rasen gut sind.

Die Kommentare sind abgeschaltet.

  • heinzkamke sagt:

    Kurzer Korrekturhinweis:
    „Haas ist somit nach Boris Becker, Michael Stich und Rainer Schüttler der dritte Deutsche“

    ich zähle vier ;-)

  • heinzkamke sagt:

    Hilfe – ist das eine mehr oder weniger subtile Art, Smilies zu verhindern…?

    • erz sagt:

      Knirsch. Das war ein Bug. Kein Feature. Wurde mit dem Mathefail gleich mitgefixt. Und dann als Wiedergutmachung ein kleines css-Sahnehäubchen. Vielen Dank fürs beta-testen.

  • 7 sagt:

    Sieht fast nach Straight Sets aus…

  • 7 sagt:

    Und da ist das Break…von Überheblichkeit bezüglich der Straight Sets also keine Spur. So sind einfach die Verhältnisse.



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